Homo Ludens

von Louis
veröffentlicht am 06.08.2023
© Louis, mannfuermann.com
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Bisexuell / Junge Männer / Romantik

Unter Schauspielern gab es ein Credo, das lautete, wer seinen Fuß bis zum siebenundzwanzigsten Lebensjahr nicht im Filmgeschäft hatte, der würde es nie schaffen in diesem Metier je Fuß zu fassen. Es entfernten mich zwei Jahre zum erhofften Durchbruch. Für Kreative ist ein schwarzes Outfit sehr oft der Dresscode. Ein schwarzes T-Shirt, schwarze Hose, schwarze Sonnenbrille, so trug auch ich dieses Statement spazieren. Schwarz ist eine Bühne und lenkt bei einer Audition nicht von der Performance ab.

 

Die Schickeria „Genusswerkstatt“ befand sich in einem verborgenen Hinterhof in Schwabing, war voller Schickimickis im dicht besetzten Außenbereich. Martin zog genervt an seiner Zigarette. Er passte gerade noch so in den Rattan Stuhl mit Armlehnen. Unter den Achseln seines beigen Leinen-Sakkos hatten sich Schweißflecken großzügig ausgebildet. Der Polokragen seines schwarzen Shirts würgte sein Doppelkinn.

„Das ist unrealistisch, das ist eine unglaubwürdige Rollenüberschneidung, findest du nicht? ...“ ich sagte es leise, über den kleinen runden Bistro-Tisch gebeugt.

Ich war froh, dass ich ihm nicht in die Augen sehen musste, weil ich meine schwarze Sonnenbrille trug, denn meiner überstürzten Bitte zu einem dringenden Gespräch, war er nur sehr widerwillig nachgekommen. Ich bemerkte sehr wohl, dass er sich um Geduld bemühte, während ich um überzeugende Argumente rang.

„... Der Nebenakteur führt ein Leben als frisch gebackener Vater, hat eine Affäre mit seiner Sekretärin, und wird nach einer Kneipentour von seinem besten Freund, ...“ Martin runzelte die Stirn, atmete tief in den Bauch, sah unauffällig auf seine Armbanduhr. „... Du weißt ja, ...“ beendete ich meine Aussage.

„Wann hab ich dir das Drehbuch gschickt?“ Er blickte nun auffällig auf seine goldene Breitling am Handgelenk. Ich wusste schon, worauf er hinauswollte.

Ja, ich hatte das Drehbuch überflogen, aber diesen wichtigen Plottwist leider überlesen. Gestern war es mir erst aufgefallen und dabei hätte ich mich fast an meinen Morgenkaffee verschluckt. Ich verfluchte mein Aufmerksamkeitsdefizit, das machte mich zu einem unkonzentrierten Typen. Ich machte fünf Sportarten gleichzeitig, las sechs Bücher gleichzeitig, verwechselte Casting Termine und bezahlte seit Jahren für Online Abos, die ich nie nutzte und nie kündigte. Meistens begann ich neue Dinge enthusiastisch, nur, um nach kurzer Zeit wieder das Interesse daran zu verlieren. Texte lernen konnte ich nur am Tag vorher, wenn der Zeitdruck mich dazu zwang. Wenigstens war ich dafür ein Meister der Improvisation.

„Du hast den Oasch zu weit unten für Starallüren“, sagte er und ging gestresst an sein brummendes Handy. Er telefonierte im bayrischen Englisch. Ich musste mich mehrmals in meine Faust räuspern, um mein Grinsen zu verbergen. Martin hatte sich ein international bayrisch Englisch angewöhnt, das mich amüsierte. In München gab es nur noch eine überschaubare Minderheit bayrisch sprechender Urbayern, Martin war einer davon. Er sprach zwar Hochdeutsch, aber so, als wär es ein Lückentext, der Platz für sein urbayrisches Restvokabular ließ.

Ich lehnte mich im Rattanstuhl zurück und verdaute seine Bemerkung. Mein linkes Bein fing an nervös zu wippen, mein Therapeut nannte es „Restless Legs“, wenn der innere Druck der Hyperaktivität sich im Außen zeigt.

„Freilich, of curs, sänd mi sä conträkt, Serwas“ Er legte das Handy auf den Tisch beiseite. Ich unternahm einen letzten Versuch. Mein zappelndes Bein hielt ich unter dem Tisch mit meiner Hand am Knie fest, es beruhigte sich.

„Kann ich ihn nicht wenigstens ...? Das passt doch besser zu meiner Rolle. Sei mal ehrlich, ...“ Sein Blick folgte meinen Worten starr, irritiert, enttäuscht. Ich wusste, es wäre von Vorteil, meinen Redefluss jetzt zu beenden.

„Martin, ... ich schätze dich sehr als Agent, wirklich, aber ich hab ein Problem damit, das passt nicht zu meinem Image, ... so will ich nicht gesehen werden, ... es geht nicht ums Projekt, dafür bin ich dir aufrichtig dankbar, mir geht es nur um die eine Szene ...“

Er drückte seine Zigarette im Aschenbecher aus, sah mich mit einem Blick an, der mir seit Kindertagen vertraut war, immer dann, wenn ich es versaut hatte, oder vielmehr mein innerer Zappelphilipp es versaut hatte. Er machte eine Pause, sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„So eine unverschämte Unprofessionalität ist mir in meinen letzten dreißig Jahren nicht untergekommen. Die werden wegen deiner Pamperl Rolle ned des Drehbuach umschreim“ Er stieß ein verächtliches „Pff“ aus und sah mich wie ein lästiges Insekt an.

 

Verstanden. Unser komplementäres Machtverhältnis war hiermit eindeutig besiegelt. Er war der beste Agent, ich der kleine Schauspieler. Er kassierte fünfzig Prozent meiner Gagen, aber seine allumfassende Betreuung garantierte Erfolg, sein Netzwerk war ohnegleichen. Ich biss mir auf die Innenwangen, sah auf meine verschränkten Finger. Er quälte sich aus dem engen Stuhl, schmiss einen Zehner auf den Tisch, stopfte sich Zigaretten und Handy in die Sakko-Tasche. Als er grußlos an mir vorbeiging und seine verschwitzte Hand auf meine Schulter legte, fügte ich mich widerstrebend in seine Abhängigkeit. Ich sah hoch zu ihm

„Das war das letzte Mal, dass du mei wertvolle Zeit für sowos beanspruchst“ . In diesem Augenblick widerstand ich meinem aufbrausenden Bedürfnis, ihn als „arrogantes, adipöses Arschloch“ zu betitelt, statt dessen sagte ich „Verstanden“ mit innerlichen Würgereiz.

Er schob sich die Sonnenbrille von seiner polierten Glatze über die Augen und ging durch eng gestellte Bistrotische zum efeubewachsenen, gemauerten Ausgang, wo ihn eine Kellnerin freundlich verabschiedete. Nicht nur hier hielt man Parkplätze, für ihn reserviert, und falls keiner frei war, passte jemand vom Servicepersonal auf, dass keine Politesse ihn auf einem unrechtmäßigen Stellplatz erwischte.

Mich verabschiedete keiner, als ich das Restaurant verließ, um zu Fuß nach Hause zu gehen. Ich verfluchte mich innerlich. Was hatte ich denn erwartet? Als Nebenakteur betonte ich lediglich den Hauptakteur, auch wusste ich um das Potenzial des finalen, gezielt eingesetzten, unvorhersehbaren Plottwist. Zudem war es die letzte Szene dieser Episodenserie, ... sie würde den „Audience Flow“ lebendig halten, möglicherweise eine neue Zielgruppe generieren. Somit wäre die Fortsetzung und Finanzierung der deutschen Serienproduktion gesichert und vielleicht entstünde dadurch sogar eine bedeutendere Rolle für mich?

Ich würde mich in dieser Rolle verlieren. Ich würde sie nicht glaubwürdig spielen, weil ich sie ablehnte, ... für diese Darstellung gab es keinen emotionalen Vorrat, aus dem ich schöpfen könnte. Und warum störte mich diese Szene so sehr? Ich musste den Ursprung des Gefühls der Abneigung bezüglich dieser Szene aufspüren, ... vielleicht steckte die eigene Eitelkeit dahinter, oder ich fühlte mich als strategischer Fraueneroberer ausgebremst? Bevor ich meine Ana kennengelernt hatte, war ich bei Frauen so beliebt gewesen, dass ich nur die erobern wollte, die kein Interesse an mir zeigten. So wie Ana. Ana war fünfunddreißig, zehn Jahre älter als ich. Ich war ihr damals zu jung, zu lebhaft, ... sie nannte es damals „zu lebhaft“, ich wusste, sie meinte chaotisch.

Dem Lauf meiner grüblerischen Gedanken folgten meine Schritte durch Schwabing. Wer von Schwabing spricht, meint oftmals Alt Schwabing. Alt Schwabing, das Viertel zwischen Münchner Freiheit und Englischen Garten war mir vertraut wie meine Westentasche. In einer kleinen Seitenstraße wohnten wir in einem der wunderschönen neubarocken Altbau Häuser zu einer sündhaft teuren Miete.

„Und?“, fragte sie mich neugierig, als ich die Tür unserer Dachgeschoss-Wohnung öffnete. Ich sah sie in der Küche. Diese kleine Wohnung hatte keinen Flur, man betrat sie und stand in allen Zimmern gleichzeitig. Links Küche, rechts ein kleines Bad und der Rest ein großer Raum, diente als Wohn und Schlafzimmer. Ich küsste sie auf den Mund und streichelte ihren Po zur Begrüßung.

„Wie war das Gespräch?“ Sie trug einen kurzen Jumpsuit, schwarz und geblümt, die Haare schwarz gefärbt als Bob mit kurzem Pony. Ihre bloße Anwesenheit gab mir oftmals soviel Ruhe, sie war so geordnet und aufgeräumt, als könne sie die vielen Bildschirme, die in meinen Kopf gleichzeitig liefen, auf zwei bis drei reduzieren.

„Bescheiden“, antwortete ich wahrheitsgemäß und nahm die Sonnenbrille ab. Sie umarmte mich mit ihrem weichen Körper. Ich steckte mein Gesicht in ihr duftendes Haar. Wir hielten uns umarmt, ihr Gesicht reichte mir gerade mal an meine Brust, sie hielt sich dabei immer gern an meinen Schultern ein.

 

„Ich verstehe dein Problem einfach nicht“ Sie sah mich mit ihren dunkelbraunen Augen liebevoll, besorgt, aber verständnislos an.

„Ich finde diese Szene sogar sehr heiß.“ Ich küsste ihren Nacken und zog den rückwärtigen Reißverschluss ihres kurzen Jumpsuits auf, strich die Träger von den Schultern.

„Findest du das wirklich heiß?“ Wir waren erst seit sechs Monaten ein Paar, waren frisch hier eingezogen, sexuell spielten wir uns noch ein. Sie öffnete die Knöpfe meiner Hose und zerrte an der Boxershorts, mein Schwanz sprang ihr lebhaft entgegen, pendelte gegen ihren Bauchnabel. Sie neigte den Kopf, unsere Nasen berührte sich, als ich ihren samtweichen Schmollmund küsste. Ana küsste anders, als alle Frauen, die ich zuvor küssen durfte. Sie küsste zärtlich und forsch zugleich, in einem Wechsel aus Zögern und Zugreifen und ihr Küssen war stets abgestimmt an die anderen Handlungen, die sie an mir vornahm. Meinen Schaft berührte sie zupackend, ihre langen Fingernägel ließ sie sanft über meinen Sack streifen, meinen Eichelrand tappte sie mit Fingern an. Sie war wie eine geschmeidige Katze, schützenswert und liebenswürdig, verspielt und ohne Scheu. Anas sexuelle Offenheit erstaunte mich stets aufs Neue.

„Ich würde sehr, sehr gerne mal zusehen, wie du Sex mit einem Mann hast. Er müsste nur so gut aussehen wie du, dann hätte ich euch doppelt"

Daran wollte ich nicht denken. Ich sah nur diese wunderschöne Frau vor mir und spürte in beiden Händen ihre Brust schwer, elastisch weich, seidig glatt, zwei hart Spitzen zwischen meinen Fingern, Spitzen, die nach oben zeigten, stundenlang hätte ich damit spielen können. Sie legte eine ihrer zarten Hände um meinen Schwanz, fest zupackend. Mit ihrer Faust erhöhte sie den Druck um meinen Schaft, die andere Hand umschloss das Ende meines Hodensacks und spielte zärtlich mit meinen Eiern. Das reichte bereits, um mich so zu erregen, dass sich durstige Bluthitze in meinen Schoß versammelte und meinen Schwanz zum eigenen Bauchnabel hochtrieb. Ihrer südspanischen Herkunft verdankte sie den leicht gebräunten, unwiderstehlichen Teint und Hautton. Obwohl sie zehn Jahre älter war als ich, wirkte sie genauso jung wie ich, aber in ihrer Lebensklugheit war sie mir haushoch überlegen. Ihr stand der Sinn nach einem Baby, mir stand der Sinn nach einer Karriere im Filmgeschäft.

„Zusehen oder mitmachen?“ Sie stieg aus dem Jumpsuit, der sich mittlerweile an ihren Fesseln befand. Ihr Körper fühlte sich warm und weich wie Seide an, ihre Brustspitzen wuchsen an, als ich sie abwechselnd zwischen meinen Zähnen bespielte und ihr zwischen die Beine griff. Zwischen ihren Lippen wühlte ich genauso mit meiner Zunge wie meine Finger in ihren Schamlippen und mit den Daumen rieb ich ihren Kitzler. Sie schloss die Augen, ihre Wangen glühten. Sie bewohnte ihren Körper selbstbewusst wie eine Göttin. Noch nie war ich so von einer Figur und innewohnenden Geist faszinierter gewesen wie von Anas. Ihre schmale Taille betonte ihren großen Hintern, dieser zog mich regelmäßig in den Bann. Ihre leicht behaarten Achseln und Scham gaben ihr eine faszinierende, natürliche Schönheit. Wir bewegten uns küssend zum großen Futonbett. Sie zerrte mein schwarzes T-Shirt über den Kopf

„Ich glaube, ich würde erst zusehen wollen, und dann mitmachen. Er würde dich hart von hinten vögeln und ich blase gegen die ersten Schmerzen, ...“ überlegte sie, während wir im Bett lagen und sie meinen Schwanz in zwei Fäusten eng umklammert wichste. Ihr Kopf lag auf meinen Unterbauch, als sie die eigenen Bewegungen und meinen zuckenden Schwanz begutachtete.

„Du würdest ihn auch blasen und sein Sperma schlucken“ sie schaute kurz verträumt zu mir hoch und wichste meinen Schwanz in ihren engen, feuchten Fäusten weiter, küsste meine Schwanzspitze, ließ ihre Zunge um den Eichelrand kreisen.

Die Vorstellung ekelte mich genauso an, wie die bevorstehende Szene. Ganz versunken in ihre sexuelle Fantasie fabulierte sie weiter

 

„Er bespielt dich von hinten und ich dich von vorne“

So! Genug! Ich löste ihre Hände von meinen auf dem Rückmarsch befindlichen Schwanz, zog sie zu mir hoch, nahm ihr Gesicht, küsste sie nur, um sie zum Schweigen zu bringen. Wie die systematische Einnahme eines Gebiets, in dem ich meine Marken mit Speichel setzte, erkundete ich jeden Zentimeter ihres Körpers, von ihren Ohrläppchen, Hals bis Oberkörper, ihre samtige Haut unter meiner rauen Zunge.

Die Fantasien, die sie mir anvertraut hatte, schienen sie im besonderen Maße zu erregen, ihre Feuchtigkeit hatte spürbar zugenommen, als ich sie mit meiner Zunge um Einsatzbereitschaft prüfte. Sie spreizte ihre Beine, ich rieb meine Hände an den Hauptschlagadern ihrer Innenleisten und fand mit meiner Zunge in ihrer offenen Mitte den kleinen, angeschwollenen Punkt, den ich umkreiste, einsog, mit Lippen umfasste. Sie räkelte sich wohlig und fuhr durch meine Haare. Ich leckte sie so, wie wir uns küssten, abwechslungsreich und mit verändernden Druck.

Zudem verschaffte es mir Zeit, die Bilder ihrer Fantasie aus meinem Kopf zu verdrängen und meine Steifheit wieder herzustellen, indem ich meine Männlichkeit an ihrer Weiblichkeit nährte. Ich sah gerne Pornos an, bevorzugt mit zwei Frauen. Ich hatte schon immer die Fantasie, mit zwei Frauen eine Ekstase zu erleben. Warum sollte es für sie nicht genauso sein, eben nur mit zwei Männern? Sie zog die Beine an, ich zog fest an ihren Brustspitzen, sie schob ihr Becken in mein Gesicht, sie würde bald kommen, ihr Unterleib bebte. „Warte“, sagte sie atemlos.

„Ich will ihn jetzt spüren“ Sie beugte sich vor und zog so gierig an meinen Schwanz, dass es mir fast kam. Sie zog mich am Schwanz auf ihre Schoß-Höhe, hob ihr Becken an und rieb meine Eichel an ihren Kitzler. Ich musste mich auf Händen über ihr abstützen, während sie meinen Schwanz verwaltete. Sie rieb ihn von oben nach unten durch ihre Schamlippen und führte ihn in ihren weichen, heißen, feuchten Abgrund ein.

Sie schnappte nach ihm, machte sich eng, umfasste meinen Po, als ich sie tief zu stoßen begann. Ich schloss die Augen, genoss ihre samtigen, körperwarmen, rau angeschwollenen, feuchten Kissen, die meinen Schwanz eng umschlossen massierten, spürte ihre krabbelnden Finger am Po, die sich dazwischen vorwärts bewegten und den Zielort bespielten. Als ihre Finger diesen Punkt erreichten, schob sie mir den Zeigefinger rein und raus. Ein tiefer Atemzug, als sich der Druck in ihr entleerte.

„Ich bin nicht gekommen“, sagte sie sofort, als ich von ihr stieg, mich laut durchschnaufend neben ihr plumpsen ließ.

„Du sagst Dinge, die nicht unbedingt zu meiner Ausdauer beitragen“ erklärte ich ihr. Ich begann ihren Kitzler zu streicheln, ambitioniert, ihr den Orgasmus nachzureichen. Sie hielt meine Hand fest, die auf ihren Kitzler lag.

„Du bist so verklemmt“ sie entfernte meine Hand und wollte aufstehen. Ich hielt sie am Arm fest und zog sie zurück ins Bett.

„Gib mir noch zehn Minuten, dann ...“ Ich setzte mich auf, strich ihre Haare hinter das Ohr, küsste ihre Mundwinkel, ihre Brustwarzen, streichelte sanft über ihren Kitzler.

„Nein, Hannes“ Ich nahm meine Hand frustriert weg.

Sie setzte sich im Schneidersitz hoch. Der Anblick ihrer gespreizten Körpermitte in Kombination meiner weißen Hinterlassenschaft, die zum Teil noch in ihrer zarten, hellbraunen Schambehaarung hing, lenkten mich ab. Da war ganz schön viel in ihr entleert worden, ... was für ein geiler Anblick! Hoffentlich nahm sie noch die Pille, ... konnte ich ihr vertrauen? Ich sollte Kondome besorgen, falls sie ..., aber das würde sie nicht, oder doch? Nein, sie würde mein Vertrauen nicht auf diese Art missbrauchen. Meine abschweifenden Gedanken kehrten zu ihren Ausführungen zurück, ...

„Man könnte denken, du seist homophob. Ich hab dir auch von Anfang an gesagt, es ist eine schlechte Idee, Martin wegen einer Szene zu kontaktieren, ...“ sie unterbrach sich, hob den Zeigefinger, so wie eine strenge Mutti. Diese Geste störte mich wiederum extrem „... Eine Szene, eine einzige Szene, maximal zwei bis drei Takes“ wiederholte sie, ... sie verlor den Faden.

 

„Du spinnst.“ Jetzt war ich richtig sauer. Ich soll homophob sein, lächerlich! Ich stieg nackt aus dem Bett, öffnete die schmale Balkontüre, suchte meine Zigaretten auf dem Balkon. Sie wischte sich mit Taschentüchern trocken und folgte mir ebenfalls nackt zur Balkontüre.

„Ich spinne? Ich spinne?" So klein wie sie war, so groß baute sie sich auf vor mir, hatte ihre Hände in ihre Hüfte gestemmt und versperrte mir den Weg vor der Balkontüre.

Wo nur hatte ich meine Zigaretten hingelegt? Wann hab ich denn zuletzt geraucht? Das war doch auf dem Balkon, als ich zuletzt geraucht hatte? Oder waren sie noch in meiner Hosentasche von der Hose, die ich anhatte?

Ich schob Ana an der Schulter zur Seite, fester, als beabsichtigt und ging in die Küche, wo meine Hose noch auf dem Boden lag.

“ Johannes!“ Sie lief mir mit ihrem spanischen Temperament hinterher, als ich die Hose in der offenen Küche aufhob und nach der Schachtel Zigaretten abtastete.

„Wenn du so weitermachst, machst du dir alles kaputt. Ich kenne Martin besser als du. Du hättest auf mich hören sollen. Du hast nicht mal eine Hauptrolle, du hast eine Nebenrolle, ... N e b e n r o l l e...“

„Nebenrolle mit Potenzial“ unterbrach ich sie „Martin hat gesagt, es sei eine Nebenrolle mit Potenzial.“

Wenn ich jetzt nicht bald meine Suchtmittel finden würde, müsste ich noch zum Kiosk radeln. Aber vorher müsste ich dann noch zur Bank, weil die keine Kartenzahlung akzeptierten und überhaupt wollte ich noch kein Vater werden, aber ich verstand ihr Bedürfnis Mutter werden zu wollen, ...

„Noch schlimmer! Das ist eine staatlich geförderte Produktion, das ist deine Chance, ... kein Hauptdarsteller nimmt sich so wichtig, wie duuuuuu, ...“ Sie raufte sich die Haare.

Jetzt strapazierte sie meine Nerven maximal. Entweder sprach der nicht erhaltene Orgasmus Frust aus ihr oder sie hielt mich tatsächlich für ein unberechenbares Kind.

„Ich hab’s verstanden“, unterbrach ich sie wieder.

„Das Filmset ist deine einzige Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, nicht das Theater. Wenn du da einen falschen Eindruck hinterlässt, bist du für immer Geschichte.“ Ihre Stimme klang jetzt penetrant appellierend.

Ana war Chefmaskenbildnerin und Kostümadministratorin bei vielen Münchner Filmschaffenden am Set. Mittlerweile musste sie nicht mehr um Aufträge betteln, es war nur noch die Frage, wann und wohin ihre Aufträge sie führten. Was in Berlin dem Zeitgeist entsprach, verwirklichte sie in München und verschaffte den Film-Aufnahmen einen zeitgemäßen Stil. Sie wusste immer, welche Modeströmung angesagt war. Ihr verdankte ich auch den Kontakt zu Martin.

Ich fischte die Schachtel Zigaretten aus der Hose, steckte mir eine in den Mundwinkel und ging zurück auf den kleinen Balkon. Wir hatten noch nie Streit, es wühlte mich auf.

Ich setzte mich auf den Klappstuhl, um festzustellen, dass ich das Feuerzeug vergessen hatte. Als ich genervt wieder aufstand, hielt sie mir das brennende Feuerzeug entgegen. Sie ließ sich neben mir auf einen Klappstuhl nieder. Hier oben konnte man nackt sitzen, das sah keiner, die Dächer Schwabings lagen unter uns, der Großstadtlärm drang auch nicht bis hier hoch. Sie zündete sich auch eine an, was sie sonst eigentlich nur auf Partys tat. Dieser erste Streit, der in das frische Verliebtsein hinein explodiert war, nahm uns beide mit.

„Halt deinen Kopf zusammen“ sie lächelte mich schmollend an. Wenn sie nur wüsste, wie sehr ich das versuchte. Wir rauchten versöhnlich eine Friedenspfeife.

Am Filmset herrschte eine ähnliche Betriebsamkeit wie in meinem Kopf, nur dass das, was wie ein unkoordiniertes Durcheinander wirkte, in Wirklichkeit durchdachten Arbeitsabläufen folgte. Der Regisseur Olaf besprach den Serien Look mit dem Kameramann und Regieassistenten. Der Aufnahmeleiter schwirrte zwischen den Filmschaffenden hin und her und koordinierte die Einhaltung des Zeitrahmens zur Durchführung der Szeneabläufe. Das Tonteam justierte und die Großmembranen Mikrofone nach. Szenen wurden abgedreht nach Effizienz und Verfügbarkeit der Locations und Filmstudios. So waren die bisherigen Begegnungen mit dem schwulen Hauptdarsteller selten gewesen.

 

Ich wünschte, ich hätte ihn nicht mögen, können, den Thomas. Aber er war zu nobel für meine Abneigung. Ich hatte ihn immer im Blick. Ich beobachtete ihn, zugegebenermaßen misstrauisch und auf der Suche nach Defiziten. Aber es gab nie einen Anlass, ihn unsympathisch zu finden. Ich mochte ihn. Er trat bescheiden auf, war sehr attraktiv, äußerst professionell und erfolgreicher und älter als ich. Er grüßte die Reinigungskräfte und Komparsen am Set genauso herzlich wie den Regisseur. Sein Understatement imponierte mir.

Ana und ich lachten uns in der Maske schlapp über den hautfarbenen, engen Stringtanga, der mein intimes Paket zu einer großen Bommel verformte. Sie half mir dabei, mein Gemächt in das kleine Sackerl des String zu stopfen. Das Mittelband kniff unangenehm zwischen meinen Pobacken. Wer trägt so etwas freiwillig? Ich hatte ständig ein „Arsch frisst Hose“ Gefühl. Sie schlug mir auf die nackten Arschbacken, als ich sie wie ein Stripper antanzte und sie belohnte meinen Auftritt mit einem Fünf-Euro-Schein, den sie unter das zarte Band der erotischen Reizwäsche steckte. Das Lachen löste die Verspannung, und entzerrte das Wirrwarr in meinen Kopf. Ana überschminkte die Übergänge des Stringtextiles, denn wegen des heißen Sommers war meine Körpermitte blass im Gegensatz zum gebräunten Rest des Körpers. Wir befanden uns in einem Wohnmobil, der als Maske umfunktioniert war.

Während der Produktionsphase zog das Filmteam von Motiv zu Motiv. Im Hinterhof der Alten Kneipe, der auserwählten Location meiner imaginären „Zwangsverschwulung“ standen Catering und weitere Wohnmobile. Es dämmerte bereits, als es an der Tür klopfte. Ich stand nackt da bis auf das „Bommelkostüm“, während mich Ana mit einem Fixierspray einsprühte, um die farblich angeglichene Körpermitte haltbar zu machen.

Thomas trat ein. Ana lächelte entzückt. Dieser Blick, den sie ihm zuwarf, gefiel mir überhaupt nicht. Es war nur ein kurzer Blick, ein „Teenager Schwarm Blick“. Zum Glück für mich ein Blick auf die falsche Zielgruppe.

„Was hältst du davon, keine Stellprobe zu machen?“, fragte er mich. Offensichtlich konzentrierte er sich sehr auffällig auf mein Gesicht, als er das sagte.

„Du würdest dann unvorbereitet in die Szene gehen“ fuhr er fort

„Er ist sowieso kein Typ für Vorüberlegungen“, antwortete Ana mit einer wegwischenden Geste für mich und verschraubte die Sprühflasche.

Ihre Bevormundung hinterließ sofort kritische Gedankenimpulse, die sich schon wieder zu Gedankenästen verzweigten und mich von der Situation abzulenken drohten.

Thomas nickte „Gut, ich freu’ mich darauf“, er musterte mich kurz.

„Worauf?“

Ich stemmte meine Hände in die Hüfte, um meiner seltsamen nackten Bommel Optik noch irgendetwas entgegenzusetzen.

„Auf die intensivere Zusammenarbeit“, antwortete er mit einem Blitzen in den Augen.

Als sie die Tür hinter ihm verschloss, griff sich Ana theatralisch ans Herz.

„Der ist schon sehr heiß, ... also wirklich, ... Hannes, wenn du ihn aus meinen Augen sehen könntest, ... sein Ding würde dir gefallen, hab ihn vorgestern für 'ne Szene vorbereitet und der kann mit deinem mithalten. Er wäre die perfekte Besetzung für meine Fantasie, ...“

„Ich mag keine Schwänze, nur meinen.“

Seit dem ersten Streit zeigte sie mir eine Seite, die ich nicht mochte an ihr. Sie lehnte mit verschränkten Armen am Schminktisch und sah mich grübelnd an, während ich in die Jeans schlüpfte. Sie reichte mir ein salbeigrünes Retro Kind-Stripe Polo aus Feinstrick, kurzärmlig.

„Vergiss die Macho-Kette nicht“, sagte sie, noch während ich das Oberteil über den Kopf zog. Sie griff um meinen Hals und legte mir eine geflochtenes LederKette mit goldenen Anker um, öffnete zwei Knöpfe des Poloshirts, fuhr durch meine Haare, richtete den Seitenscheitel. Sie wischte auf dem iPad herum, stellte fest

„Armbanduhr fehlt noch und das geknüpfte Armband und der Ehering, an die rechte Hand“ Genervt zog ich alles an.

 

„Nene, das Armband muss auf die linke Hand“ korrigierte sie mich wieder.

Ich war so sauer auf sie, dass ich sie mit Wortkargheit strafen wollte. Ihre Bevormundung und ihre sexuell übergriffigen Fantasien ließen sich nicht aus meinem Kopf vertreiben.

„Willst du barfuß gehen?“, fragte sie mich, als ich mich Richtung Tür bewegte. Sie hielt mir Sneaker entgegen. Ich riss sie ihr aus der Hand und verließ den Wohnwagen.

Vor dem Catering Bus setzte ich mich auf eine der aufgestellten Bierbänke. Was für ein dummes Outfit, was für ein dummer Handlungsstrang, was für dumme Dialoge, was für ein beschissenes Projekt!

Als ich mich hinunterbeugte, um die Sneaker anzuziehen, zog sich auch noch der Scheiß String schmerzhaft durch meine Arschfurche und quetschte meinen Sack.

Aus der Ferne sah ich Martin, seine wulstigen Arme verschränkt auf seinem dicken Bauch. Er winkte mir zu, ich winkte zurück. Agenten sind eigentlich nie am Filmsets, außer sie prüfen die Agenturwürdigkeit ihrer riskanten, Verhaltens-originellen Klientel. Na super, das waren doch alles wunderbare Voraussetzungen für eine gelingende Szene. Ein hervorragendes Gefühlsbataillon, um in die Schlacht zu ziehen.

„Ruhe bitte! Kamera läuft und ab!“

Martin beobachtete die Aufnahme aus der Entfernung, als Thomas und ich uns gegenüber saßen bei sanftem Licht in einer Ecke der Kneipe. Wir tranken Shots aus Leitungswasser und ich gestand meinem besten Freund die Affäre mit meiner Sekretärin und wie sehr sich Susi, meine Ehefrau seit der Geburt unserer kleinen Tochter verändert habe. Ich lieferte meisterhaft.

Nur wegen Thomas mussten Takes wiederholt werden. Es entkam ihm immer wieder ein Lachen, als er seine Hand mitfühlend auf meine legen sollte und sagen sollte „Oh nein, was willst du jetzt tun?“

Er entschuldigte sich immer wieder bei Kameramann und Regisseur. Nach dem fünften vergeblichen Versuch schickte uns der Regisseur raus aus der Kneipe. Thomas sollte sich endlich einfangen und außerdem war es dunkel geworden, das Licht musste nachjustiert werden. Wir verließen die Kneipe über den Hinterausgang, dort bereiteten das Licht und Kamerateam bereits die Hinterhofszene vor. Wir stiegen über die Schienensysteme der Kameras.

Ana saß mit ihrem Kostüm- und Masken Team beim Abendessen vor dem Cateringbus. Wie schön sie war in ihrem kurzen Kleid, ihre Beine übereinandergeschlagen und wie sie lachte.

Wir suchten einen Platz auf, an dem wir niemanden störten, setzten uns auf eine Treppe eines nebenstehenden Geschäftslokals.

„Sag doch einfach einen eigenen Satz“ empfahl ich ihm. Thomas wischte sich eine übriggebliebene Lach Träne aus dem Augenwinkel, schnaufte tief in Bauch.

„Der will doch, dass wir uns ans Drehbuch halten“ sagte er.

„Das Drehbuch ist scheiße“, sagte ich. Thomas lachte zustimmend auf.

„Ist doch so! Hast du einmal in deinem Leben ‚Oh nein‘ gesagt, wenn dir ein guter Freund ein wichtiges Geständnis anvertraut hat?“

„Trotzdem. Das ist eine wichtige Produktion. Wir sollten uns an die Vorgaben halten“

„Aber du kriegst es nicht hin“ stellte ich fest. „Du Drehbuch Knecht.“

Ich stieß ihn freundschaftlich mit der Schulter an und stand auf, um zu Ana zu gehen. Er beobachtete mich, als ich zu Ana ging, mit unbequemen String Arsch Gefühl und sie von hinten umarmte und küsste. Der Aufnahmeleiter pfiff alle Darsteller zusammen, bevor ich ihr etwas Versöhnliches ins Ohr flüstern konnte. In der Kneipe nahmen wir unsere Positionen wieder ein. Die digitalisierte Filmklappe schlug zu.

„Ruhe bitte! Kamera läuft und ab!“

Das Gefühl war präsent, das Gefühl, als ich Papas Mercedes ausgeliehen hatte, ohne Führerschein, erst sechzehn Jahre alt und in einem kleinen, Gülle stinkenden Feldbach gelandet war. Auf dem Polizeipräsidium musste ich ein Geständnis vor meinem Vater und Polizisten abgeben.

Aus dieser Erinnerung speiste sich meine Darstellung. Genauso gestand ich meinen besten Freund, die unglückliche Ehe und das Doppelleben mit meiner Sekretärin. Thomas sah mir in die Augen, schöne tiefe Augen, geschwungene Augenbrauen, langer Wimpernkranz, ein faszinierend schönes Gesicht. Er folgte meinem Geständnis mit aufrichtigem Interesse, trank einen Shot nach meinem Geständnis, griff über den Tisch nach meiner Hand.

 

„Scheiße, Tim, was hast du dir dabei gedacht?“

Ich biss nervös auf meiner Unterlippe herum, griff nach dem Glas Alkohol, trank es auf Ex, entzog ihm meine Hand.

„Ich weiß nicht, was ich tun soll“ Ich blickte verzweifelt auf meine verschränkten Finger.

„Und gestorben, Danke!“, rief der Regisseur. Das hieß, er akzeptierte die Aufnahme, sie galt als erledigt. Auf zur Nächsten.

„Ruhe bitte! Kamera läuft und ab!“

Wir wankten betrunken durch die Türe zum Hinterhof, hatten einander den Arm um die Schulter gelegt, seine Nähe fühlte sich gut an. Er roch frisch nach Minze und ich mochte, wie er mich anfasste. Sanftes Licht begleitete uns, das dicke, graue Mikrofon schwebte über uns.

„Ich bin so froh, dass du mein Freund bist“ lallte ich textgetreu.

Ich hielt mir die Stirn, stöhnte angeschlagen vom Alkoholrausch, ganz getreu dem Drehbuch.

Ab dann wurde es nicht mehr Drehbuchgemäß, alles was folgte, war anders. Ein tiefer Blickkontakt. Er drängte mich mit Rücken an die Backsteinfassade der Kneipe. Das war anders als im Drehbuch. Ich konnte mich nicht irren.

Ich war aus dem Konzept. Eigentlich sollte ein langer Dialog folgen.

„Die Frauen sind dein Untergang“, sagte er mir mit ernstem Blick, legte seine Hand in meinen Nacken und versuchte, meinen Kopf an seinen zu führen. Ich wehrte mich dagegen, suchte in seinen Augen eine Botschaft. Seine Lippen näherten sich meinem Mund, Panik stieg auf.

Ich ermahnte mich, nicht auf das umstehende Filmteam und die Kameras zu achten. Hoffentlich sah Ana nicht zu.

„Du willst es doch“, sagte er und zarte Lippen landeten auf meinen. Es war kein Filmkuss mit eingezogener Zunge und angedeutet geneigten Gesichtern, seine Zunge suchte meine und Blut versammelte sich aus allen Adern in meiner Bommel zusammen. Adrenalin stieg in mir auf und Angst. Ein schriller Pfeifton vernichtetet jeden vernünftigen Gedanken.

Er drückte sich gegen mich, es passte kein Haar mehr zwischen uns. Er würde meine steife Mitte genauso bemerken wie ich seine. Soweit ich es taktil erfühlen konnte, war seiner genauso groß wie meiner. Vom Drehbuch war hier nichts mehr übrig. Ich versuchte nur noch, seiner Improvisation zu folgen.

Diese anerzogene Distanz zu den eigenen Geschlechtsgenossen entfaltete nun größtmögliche Wirkung, erzeugte Angst und gleichzeitig eine faszinierende Anziehungskraft. Er packte meine Hände, über den Kopf gegen die Wand, während er atemlos in mein Ohr keuchte

„Ich weiß, dass du es willst“. Sein Knie rieb an meinen Schritt. Das ging zu weit, da kam ich nicht mehr mit. Ich versuchte mich zu lösen und wohliger Schauer breitete sich aus, als er seine Hüfte gegen meine rieb. Würden die jetzt alle, die um uns herum standen, unsere Erektionen sehen? Bei den Lichtverhältnissen eher unwahrscheinlich, hoffte ich. Ich löste mich aus dem Griff seiner Hände und fuhr ihm unter das T-Shirt. Beide waren wir atemlos vom Küssen. Er umarmte mich, fuhr unter mein Poloshirt, kniff meine Brustwarzen. Er hatte weiche, kurze Haare, rasierten Nacken, das fühlte sich toll an unter meinen Händen.

Es war ein schönes Gefühl, einen männlichen Körper zu erkunden. Der männliche Körper bot eine andere Beschaffenheit als ein Frauenkörper. Er war fest, muskulös, behaart um den Bauchnabel herum. Die Kraft, die von ihm ausging, war ebenbürtig.

Mit Frauen ging ich viel vorsichtiger um, das war mir anerzogen. Er küsste fantastisch, er schmeckte natürlich. Da waren so viele Eindrücke auf einmal, die selbst meine hochaktive ADHS Software nicht gleichzeitig verarbeiten konnte. Es war sowieso alles egal, denn weiter hätten wir vom Drehbuch nicht entfernt sein können.

Der Regisseur hätte doch schon längst abgebrochen, würde es ihm nicht zusagen. Alle schienen gespannt zu warten, wohin sich das entwickelte. Außer Thomas schien niemand einen Plan zu haben.

Wahrscheinlich sah Martin auch noch zu, war er nur wegen dieser Szene hierherkommen. Wir sahen uns an, sein Blick verriet mir nicht einmal, ob sich in seiner Rolle befand oder nicht.

 

„Warte“ improvisierte ich, hielt ihn mit Arm auf Abstand und fuhr mir mit der Hand über den Mund.

„Genug gewartet“, sagte Thomas und griff mir direkt zwischen die Beine und fing an meinen Schwanz zu kneten, während er mich zurück zur Mauer drängte. Meine Kehle fühlte sich heißer an, Gänsehaut war an meinen Unterarmen erkennbar. Er starrte in meine Augen und dann hinunter auf meinen Schritt.

„Dreh dich um“

„Nein“

Ich packte seinen Schritt, so wie sich das anfühlte, war sein Schwanz schon dem engen String Beutel entwichen. Ich küsste ihn, so wie ich Ana küsste, griff in seine Haare und dann drehte er mich um, das ging so schnell wie im Drehbuch. Eine schnelle Bewegung, beide Hände an meinen Becken, aufgeregte Hände, die am Verschluss der Hose fingerten, dann an seinem Hosenstall.

Als Mann in solcher Frauenpose, das war schwer zu ertragen. Großaufnahme unserer Hintern, aneinander gedrückt, Bauch an der Wand, seine Hände an meinen Hintern.

Er fuhr mir zwischen die Pobacken, das war für die Filmaufnahmen wirklich unnötig. Ich war kurz davor, abzubrechen.

Er presste mich gegen die Wand, im Rücken seine geballte Männlichkeit. Männerhände an meiner Hüfte und ich in dieser Position, das war alles gleichzeitig, eine Mixtur aus Geilheit, Angst, Hemmung und dass ich ihn ficken wollte.

Ich verzog das Gesicht vor Schmerzen, das hatte ich vor dem Spiegel trainiert. Zuvor hatte ich mir einen Gay Porno angesehen. Ich hatte die Gesichter der Passiven studiert, wenn sich der Schwanz in sie bohrte, deshalb biss ich in meinen Unterarm, mit dem mich an der Wand abstütze und stöhnte, während er mich von hinten stieß.

Ich spürte sein Steifen an meinen Hintern. Er griff um meine Hüfte und suchte meinen Schwanz. Als er fühlte, wie prall er war, zog er seine Hand schnell wieder zurück. Gott sei Dank, sonst wäre ich gekommen und dann wäre es noch peinlicher geworden. Thomas stöhnte und keuchte, als würde er bald kommen, griff in meine Haare, drehte mein Gesicht zu seinem und wollte mich wieder küssen.

„Und gestorben, Klasse, Danke!“

Die umherstehenden Mitarbeiter applaudierten. Ich zog sofort die Hose hoch. Ich versteckte mein Steifen im Hosenbein, wobei das Säckchen vom String mein Säckchen einschnürte. Der Regisseur, die Assistenz und der Aufnahmeleiter sahen sich die Aufnahmen auf dem digitalen portablen Bildschirm an, schienen sehr zufrieden. Jeder widmete sich wieder seiner Aufgabe.

„Sauba!“ Martin schlug mir anerkennend auf die Schulter, bevor er das Set verließ. Ana lief mir in die Arme, knutschte mich auf die bereits durchbluteten Lippen ab. Thomas sah uns zu, er schien sich noch nicht von seiner Rolle gelöst zu sein.

„Schatz, das war fantastisch“, sie umarmte mich. Ich packte ihren Hintern, sah Thomas dabei über ihre Schulter an. „Das habt ihr toll gemacht“, sagte sie heiter. Ana wurde von einer Kollegin gerufen, sie gab mir einen Kuss auf die Wange und ging davon.

Thomas und ich blieben verlegen zurück.

„Fast nichts davon stand im Drehbuch“, sagte ich leise zu ihm, musste ja keiner aus der Filmcrew hören. „Du bist ein attraktiver Mann und es kam über mich. Ich kann mich nur entschuldigen. So etwas ist mir noch nie passiert.“

Er steckte seine Hände in seine Hosentaschen und sah mir so aufrichtig und unschuldig in die Augen, dass ich es ihm glaubte.

„Gut. Der Szene hat es jedenfalls nicht geschadet“, sagte ich und bot ihm eine Umarmung an, die er erwiderte.

„Bei mir war es auch eher nur eine neurobiologische Reaktion“, sagte ich, als wir uns voneinander lösten.

„Natürlich“, antwortete er.

Es kam zu einer dieser ekstatischen Nächte, die man zeitlebens nie vergisst. Eine dieser Nächte, auf die man mit Scham und Stolz zurückblickt.

Nächte, in denen man sich geschält preisgibt, und im Rückblick nicht glauben kann, worauf man sich damals eingelassen hat.

Aus dem natürlichen Verlangen im Trieb würde sich ein folgenschweres Verhängnis zeigen, ein Verhängnis, das mein eigenes Leben untergrub, aber das ahnte ich damals noch nicht.

 

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