So macht Urlaub Spaß

von Anonym
veröffentlicht am 09.09.2023
© Anonym, mannfuermann.com
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Das erste Mal / Junge Männer

Ich fühlte mich seltsam verloren, als ich erst den Koffer über die Kante wuchtete, ehe ich selbst hinaus ging. Hinter mir schloss sich die Schiebetür mit einem Zischen und schon fuhr der Airport-Shuttlebus davon. Es hätte so schön sein können. Die Sonne schien aus einem azurblauen Himmel wohltuend auf mich herab und hatte schon jetzt, kurz nach neun am Morgen eine Wärme, die man Ende Oktober nicht kannte. Zumindest kein 22jähriger wie ich, der zum ersten Mal im Herbst einen Urlaub in südlichen Gefilden machte. Zu meiner linken tat sich in einiger Entfernung das Gebirge auf, das hier sicherlich viele Touristen zum Wandern einlud, und rechts musste ich nur über die Straße gehen und über eine kniehohe Mauer steigen, um an den Sandstand zu kommen, wo sich die ersten Sonnenanbeter gerade einrichteten.

 

Doch gerade das gab mir ein überwältigendes Gefühl der Einsamkeit. Es waren viele Pärchen – manche älter, manche jünger – die nach dem Frühstück ihren Tag an der Playa starteten. Auch ein paar Familien, denn in einigen Bundesländern – vielleicht auch anderen europäischen Staaten - waren wohl gerade Herbstferien. Ich selbst schien hier der einzige Einzelgänger zu sein. Eine Rolle, die mir gar nicht lag. Aber so war es jetzt eben. Ich gab mir einen Ruck und ging auf die nur einen Steinwurf entfernte Ferienanlage zu.

Am Empfang erlebte ich dann doch meinen ersten kleinen Schmunzel-Moment. Um diese Zeit war hier reger Betrieb. Ein Ehepaar im Rentenalter in übertrieben bunter Sommerkleidung war vor mir am Tresen, um den Zimmerschlüssel abzugeben; ein paar Kids rannten mit auf den Marmorboden klatschenden Flip Flops Richtung Hinterausgang, wo es anscheinend zum Pool ging. Als ich gerade an der Reihe war, kam da noch eine vierköpfige Familie und stellte sich hinter mir an. Mama, Papa, Sohn und Tochter. Alle vier mit Wanderstiefeln, die so nagelneu aussahen, als hätten sie noch nie einen Berg oder Wanderweg berührt. Und auch das restliche Outfit schürte die Vermutung, dass da irgendein Verkäufer im Outdoor-Laden das große Geschäft mir den Ahnungslosen gemacht hatte. Teure Mammut-Zip-Hosen, Softshell-Jacken, obwohl es hier schon locker 25 Grad waren und selbst in den Bergen wohl kaum unter 20 Grad geben würde, ergonomisch anliegende Rucksäcke, an deren Trägern Trinkschläuche befestigt waren – und die obligatorischen Wanderstöcke. Bei der Mutter und den beiden Kids waren die Stöcke zumindest noch an der Seite des Rucksacks festgeschnallt, während Daddy sie mit den Gummischonern an den Spitzen schon benutzte.

„Hallo. Mein Name ist Kevin Wehrle. Ich habe ab heute eine Woche gebucht“, sagte ich zu der Dame am Empfang. Die Mutter des Wanderquartetts stellte sich mit dem Schlüssel wedelnd direkt neben mich, als ob sie sagen wollte: 'Da hätten Sie mich auch schnell vorlassen können.'

„Buenos Dias, Senor Wehrle“, erwiderte die Junge Frau, tippte zweimal auf die Tastatur des Computers und fragte mit leichtem spanischen Akzent: „Und Ihr - Lebensgefährte? Senor Oliver Matthis?“ Während sie redete, nahm sie der eiligen Familienmutter neben mir mit den Worten „Gracias, Senora Rieger“ den Schlüssel ab, die aber bei dem Wörtchen 'Lebensgefährte' merklich stutzte.

„Leider verhindert“, grummelte ich mit einer Bitterkeit, mit der ich auch 'hat mich eiskalt abserviert' hätte sagen können.

Die Formalitäten waren schnell erledigt. Als ich mich abwandte, bekam ich gerade noch mit, wie die Wanderfamilie Rieger hinter meinem Rücken tuschelte und sofort schwieg, als mein Blick sie streifte. Aber das Wort 'schwul' hatte ich ganz deutlich herausgehört. Na toll, dachte ich mir. Das Hotel selbst hatte zwar offensiv mit seiner LBGTQ-Freundlichkeit geworben, aber für die Gäste galt das eben nicht unbedingt. Einen Herzschlag lang kreuzte mein Blick den des Jungen im Teenager-Alter, dann klopfte sein Vater ihm auf die Schulter – Zeit zu gehen.

Diese zwar unschöne, aber auch belanglose Episode hatte ich schnell wieder vergessen. Das Tuscheln hinter dem Rücken gehörte wohl zum Leben eines Schwulen dazu, ob man wollte oder nicht. Stattdessen versuchte ich so gut wie möglich das Leben zu genießen. Ich ging die Strandpromenade entlang, aalte mich in der Sonne, ließ das salzige Meereswasser auf meiner Haut prickeln, spazierte anschließend auch noch einen Höhenweg entlang, der einen wundervollen Ausblick über die Bucht bis zu den kleinen benachbarten Inseln lieferte, und aß auf dem Rückweg an einer Strandbar. Am späten Nachmittag genoss ich dann noch eine Weile die Poolanlage des Hotels, obwohl mir das mit dem postkartentauglichen Strand in Blickweite ein bisschen dumm vorkam.

Eigentlich war ich ja kein Fan des Buffet-Abendessens eines Hotels. Hatten Oliver und ich bei der Buchung uns doch vorgenommen, abends lieber im angrenzenden Örtchen zu essen, um die einheimische Küche zu probieren und auf das All-Inclusive-Angebot nur im Notfall zurückzugreifen. Doch jetzt war Oliver Vergangenheit und ehrlich gesagt war es mir zu blöde, mich in einem Restaurant alleine an einen Tisch zu setzen. Deshalb saß ich nun also hier im Open-Air-Hotelrestaurant alleine an einem Tisch und kam mir dabei genauso blöde vor. Ich aß den zugegebenermaßen recht leckeren Resortküchen-Mampf, trank dazu Wein, von dem ich zumindest hoffte, dass er regional war, und betrachtete beiläufig die Szenerie. Man konnte es hier tatsächlich aushalten. Da es in dieser Jahreszeit schon früh dunkel wurde, war es beinahe Nacht und eine Lampion-Beleuchtung tauchte den Bereich in eine gedimmte, aber auch bunte Atmosphäre. Das Reden der Menschen, die leise Musik und das Rauschen des Meeres vermischten sich zu einer behaglichen Hintergrund-Melodie und die langsam einsetzende Wirkung des Weines tat ihr übriges.

 

Als die Familie Rieger, über die ich mich am Morgen geärgert hatte, das Freiluftrestaurant betrat, hätte ich sie beinahe nicht wiedererkannt. Wie die meisten Gäste hatten sie sich für das Abendessen einigermaßen schick gemacht. Daddy trug ein dunkles Hemd, eine Chino-Hose und Sandalen, die zum restlichen Outfit nicht so recht passen wollten. Muttern hatte sich geschminkt und trug einen luftigen Hosenanzug; das Mädchen hatte sich in ein geblümtes Sommerkleid geworfen, doch für mich war der Junge der Blickfang. Über den knielangen Hosen trug er ein Poloshirt, dessen Kragenknöpfe geöffnet waren und einen kleinen Ausschnitt seiner sonnengebräunten Brust gewährte, der die Fantasie anregte. Seine flachsblonden Haare waren unordentlich gescheitelt und die ...

Beinahe wäre mit das Herz stehen geblieben, als das Mädchen seinen vielleicht ein oder zwei Jahre älteren Bruder anrempelte, dreist grinste und ihn mit nach vorne gerecktem Kinn auf mich aufmerksam machte. 'Da ist wieder der Schwule', sollte das wohl bedeuten. Schnell schaute ich zur Seite, aber nicht schnell genug, um den verschmitzten Blick zu verpassen, den mir der Boy zuwarf, bei dem sich kleine Grübchen an seinen Mundwinkeln bildeten. „Was für ein Scheiß“, murmelte ich tonlos vor mich hin. Im ersten Moment wollte ich schnellstmöglich mit dem Abendessen fertig werden und mich aufs Zimmer verkriechen oder vielleicht noch einen Abendspaziergang machen. Ich hatte die Schnauze voll.

Doch schon bald überdachte ich mein Vorhaben. Die Riegers nahmen sich einen Tisch fast am anderen Ende des Restaurants. Das Mädchen und die Mutter hatten mir ihre Hinterköpfe zugewandt, Papas Blick ging von seinem Platz aus grob in meine Richtung, und den Jungen sah ich im Profil. Ich fand eine voyeuristische Freude daran, die Familie während des Essens zu beobachten und mir vorzustellen, worüber sie redeten. Ich glaubte, es ging um den heutigen Wanderausflug. Die ganze Familie unterhielt sich angeregt. Papa Rieger lachte oft, die Hinterköpfe der Mutter und der Tochter bewegten sich auf eine Art, die darauf schließen ließ, dass auch sie viel redeten. Nur der Junge hatte sich ausgeklinkt. Seine Blick war verdrossen und seine Lippen bewegten sich höchstens einsilbig. Mit den sockenlosen Füßen war er aus seinen Slip-On Sneaker herausgeschlüpft, und während mein Blick an seinen schön geformten Waden und den die Schuhe plattdrückenden Zehen hängen blieb, empfand ich eine kleine Genugtuung. So ganz gerade schien der Haussegen bei der Bilderbuchfamilie dann doch nicht zu hängen.

Mehr und mehr wandten sich die anderen dem Boy zu, scheinbar um ihn zu überzeugen, wie toll doch die Wanderung heute gewesen war. Aber durch kamen sie dabei nicht. Während alle anderen noch aßen, raffte der Junge sich auf, sagte zwei, drei knappe Worte, ging davon und ließ seine Familie sitzen. Ein dezenter Vanille-Duft lag in dem Luftzug, der mich streifte, als er direkt an mir vorbeiging. Der Rest der Familie Rieger schaute ihm einen Moment lang verdutzt hinterher, ehe sie sich offensichtlich über den bockigen Teenager lustig machten. Ich selbst brauchte nach dieser Einlage auch nicht mehr lange, um mein Abendessen zu beenden. Ohne den griesgrämigen Boy hatte die Show enorm an Unterhaltungswert eingebüßt.

Für den nächsten Tag – meinem ersten vollständigen Urlaubstag – hatte ich mir vorgenommen, meine Single-Melancholie hinter mir lassen und endlich anzufangen zu genießen. Das gelang mir auch überraschend gut. Gut ausgeschlafen fühlte sich mein einsames Frühstück gar nicht mehr so trostlos an. Ich betrachtete von meinem Tisch aus beim Kaffee Trinken ganz entspannt das Geschehen am Pool und darüber hinweg am Strand, wo das türkisblaue Wasser von bunten Punkten aus Surfern und Kitern gesprenkelt war. Dort zog es mich zwar auch hin, doch erst später. Nach dem Frühstücken war es viel zu reizvoll, einfach das T-Shirt und die kurze Baumwollhose auszuziehen und in der Badehose, die ich darunter trug, eine Runde zu schwimmen.

 

Genau das tat ich auch. Ich nahm mir danach eines der Handtücher, die zusammengerollt neben dem Pool ausgelegt waren, und trocknete mich ab. Doch als ich gerade wieder in meine Sachen schlüpfen und die Anlage verlassen wollte, kam der Rieger-Junge aus dem Hotelgebäude – heute ohne familiären Anhang. In Flip Flops, blau-weiß gemusterter Badeshorts und einem ärmellosen Shirt, das er aber schon auf dem Weg zum Pool über den Kopf streifte. Sein Gesicht wandte sich zu mir und ich schaffte es nicht rechtzeitig den Blick von seinem drahtigen Teenboy-Oberkörper loszureißen - was dem Boy ein seltsam-verschüchtertes Lächeln auf die Lippen zeichnete. Beide wandten wir gleichzeitig rasch den Blick wieder ab.

Ich ging nun doch nicht zum Strand, sondern breitete mein Handtuch auf einer freien Liege aus, badete in der Sonne und beobachtete den Rieger-Jungen dabei, wie er mich beobachtete. Ich hätte mich doch sehr täuschen müssen, wenn der blonde Leckerbissen nicht auf eine unbeholfene Art versucht hätte, sich für mich in Szene zu setzen. Er suchte sich eine Liege, auf der ich freien Blick auf ihn hatte, strich sich manchmal sinnlos – und doch sinnlich - über den Körper, sorgte für Unmut bei anderen Gästen, als er sich mit einem eleganten Köpfer in den Pool stürzte, zwei Runden schwamm, sich dann mit übertrieben runden Bewegungen abtrocknete und wieder mit angewinkelten Beinen auf die Liege legte. Und dabei immer wieder diese verstohlenen Blicke zu mir.

Zwar fiel es mir immer schwerer, mir bei dieser drolligen Erotik das Grinsen zu verdrücken, aber es wurde auch zunehmend schwierig, keinen Harten zu bekommen. Irgendwann wurde mir die Sache zu heiß. Klar hätte ich einfach um den Pool herumgehen und ihn anzusprechen können. Aber dafür machte mir das Spiel, das gerade lief, zu viel Spaß - redete ich mir ein. In Wirklichkeit lag es wohl eher an meiner Feigheit. Vielleicht wollte der Boy ja gar nichts von mir und ich würde mich bis auf die Knochen blamieren (und der Familie Rieger neuen Gesprächsstoff fürs Abendessen liefern). Ich schlüpfte in meine Sachen und ging auf dem Weg zur Natursteintreppe nah und betont langsam am Rieger-Sprössling vorbei, dessen Blick mir neugieriger folgte, als es ihm wahrscheinlich bewusst war. Ich zwinkerte ihm unauffällig zu. Am Hüpfen seines Brustkorbs konnte ich zwar erkennen, dass er sich erschrak, aber im darauffolgenden Grinsen glaubte ich eine gewisse Erleichterung zu lesen.

Scheinbar ohne Hintergedanke schlenderte ich die Treppe zum Strand hinunter und ging über den Promenadenweg. Zuerst überlegte ich mir, mich so wie oben am Pool jetzt einfach im Sandstrand auszubreiten, aber so würden wir wohl nie weiterkommen. Als die schlanke Gestalt des jungen Riegers am oberen Absatz der Treppe auftauchte, das Gesicht in verschiedene Richtungen drehte, kurz an mir hängen blieb und er dann nach unten ging, ging ich am Rand einer öffentlichen Umkleidebude in Deckung. Ich zählte die Sekunden, die es dauern musste, bis der Boy vorbeikommen musste, konnte um die Ecke herum sogar schon (hoffentlich) seinen Schatten sehen und ging dann so los, dass wir sanft aneinander stießen.

„Oh. Sorry“, sagten wir gleichzeitig. Unsere Blicke blieben einen Wimpernschlag zu lang aneinander hängen, dann sagte ich freundlich: „Sag mal. Verfolgst du mich?“

Der Junge grinste ertappt. „Nein ... äh, ja. Hab gedacht, du scheinst dich genauso zu langweilen wie ich. Da könnten wir uns ja ... äh ...“

„ ... zusammen langweilen“, beendete ich schmunzelnd den Satz und brachte ein fantastisches Lächeln auf seine Lippen.

„Ja. So irgendwie hab ich das gemeint.“

„Klingt gut“, sagte ich und verkniff mir eine weitere Frotzelei, die mir auf den Lippen lag. „Ich heiße übrigens Kevin.“

„Milan“, sagte er.

„Na, dann los, Milan“, entgegnete ich und klopfte freundschaftlich auf seine Schulter. „Wollen wir uns hier mal ein bisschen umsehen?“

„Jo. Klar.“

Es war überraschend, wie das Eis zwischen uns binnen Sekunden gebrochen war. Nebeneinander gingen wir die Promenade entlang, Milans Flip Flops klatschten in regelmäßigem Takt dumpf auf den Boden und wir quatschten wie alte Bekannte.

 

„Den Spanien-Urlaub haben wir ja schon vor über einem halben Jahr gebucht. Wenn ich gewusst hätte, dass mein Dad in der Zwischenzeit ein Wander-Fetischist wird und uns das aufzwingen will, wäre ich gar nicht mitgegangen“, erzählte er mir. „Hab mich heute Morgen mit Händen und Füßen wehren müssen, damit ich hierbleiben kann.“

Ich grinste wegen der bildlichen Vorstellung und sagte: „Seh's positiv. So hast du heute zumindest deine Ruhe und jeder kann das tun, was er will.“

Milan nickte. „Hast wohl recht. Machen wir uns eben 'nen schönen Tag, hm?“ Beim Gehen rempelte er mich kumpelhaft mit der Hüfte an, ich rempelte ebenso zurück und brachte uns beide zum leisen Lachen.

„Hab nichts dagegen einzuwenden.“

Es war eine wirklich schöne Erkundungstour, die wir während der nächsten Stunde gemeinsam unternahmen. Erst den Strand entlang, dann durch die urigen Gassen des Dorfes, wo ich mir insgeheim Möglichkeiten fürs Abendessen suchte, und dann auch noch auf der anderen Seite hinaus. Unsere Gespräche blieben dabei zwar fröhlich, aber auch belanglos. Ehrlich gesagt war ich ganz froh, dass es nicht um meine Homosexualität ging, die wie der sprichwörtliche rosa Elefant zwischen uns schwebte.

Wir pausierten an einer der vielen Strandbars, wo gerade rechtzeitig eines der Tischchen für uns frei wurde. Es kehrte ein Schweigen ein, von dem ich mir nicht sicher war, ob es wohlig war oder ob uns einfach die Gesprächsthemen ausgegangen waren. Meine Augen taten sich schwer, den Blick von Milans Haut zu lassen, von der sein Basketballshirt an Armen und Brustansatz erfreulich viel zeigte, während sein Blick verträumt zum angrenzenden Ufer ging. Seine Stirn runzelte sich, als ob er jetzt gleich etwas ernstes sagen wollte.

„Meine ... ähm meine Mom sagt ja, sie hat gehört, dass du ...“

Im selben Moment platzte der Kellner dazwischen. Dankbar für die Unterbrechung bestellte ich ein Corona-Bier, was Milan auch tat. Ich musste schmunzeln, wie der Kellner eine Augenbraue hochzog und Milan mit der Routine von jemandem, der Zweifel an seinem Alter gewohnt war, auf Spanisch seufzte: „Tengo dieciocho anos“ ... Ich bin 18.

Wir schauten uns kurz in die Augen, während der Kellner wieder zurück zum Tresen ging, und mussten beide unwillkürlich grinsen. „Aaalso“, holte Milan erneut aus, und nach dem gemeinsamen Lachen kostete mich das Thema auf einmal viel weniger Überwindung.

„Deine Mom hat gehört, dass ich schwul bin?“, stellte ich die Frage für ihn und zwinkerte. „Da hat sie richtig gehört. Ich hab den Urlaub eigentlich zusammen mit meinem Freund Oliver gebucht. Na ja. Mit meinem Ex-Freund mittlerweile, um genau zu sein.“

„Oh“, sagte Milan halb mitfühlend, halb verlegen und brachte mich damit erneut zum Lachen.

„Genau. Oh. Aber ein Ende ist ja auch ein Neuanfang“, feixte ich und Milan grinste.

„Ist 'ne geile Einstellung“, meinte das Blondchen. Wir drückten die Zitronenscheiben in den Hals der Corona-Flaschen und stießen an. Nachdem er einen Schluck getrunken hatte, lachte er kurz auf, als ob ihm gerade etwas Lustiges eingefallen wäre. „Weißt du was, Kevin? Mom hat mir gestern gesagt, ich soll mich vor dir in Acht nehmen.“

„Echt?“, fragte ich etwas gequält.

„Ja“, gluckste Milan. „Weil ich ja sooo schnuckelig und unschuldig bin.“ Weil er erst jetzt bemerkte, dass mir das mitlachen schwer fiel, sagte er ernster: „Sie tut sich mit Schwulen schwer. Genau wie mein Dad.“

„Ah ja.“ Ich lächelte verkrampft. „Dann bin ich also der, vor dem dich deine Eltern gewarnt haben.“

„Oh, yeah. Das klingt geil“, raunte Milan. Unter dem Tisch kitzelten seine Zehen über mein Schienbein.

Ich nahm seinen Arm am Handgelenk und versuchte ihn recht erfolglos verwegen anzusehen. „Dann pass ja auf, Kleiner. Du spielst mit dem Feuer.“

Er zwinkerte. „Du unterschätzt mich“, nahm seine Hand aus meinem lockeren Griff und nahm, wie um seine Worte zu unterstreichen, einen tiefen Schluck aus meiner Flasche, statt aus seiner.

 

„Da bin ich aber gespannt“, lachte ich und trank nun, da er mein Corona geleert hatte, seines leer.

„Packen wir's?“, fragte Milan, anstatt sich zu beschweren.

Das taten wir, und der weitere Weg, der uns den Strand entlang grob in Richtung des Hotels brachte, wurde recht unterhaltsam. Entweder war Milan jetzt, wo die Karten auf dem Tisch lagen, lockerer oder der leichte Alkohol zeigte Wirkung. Zumindest ging er etwas offensiver auf Tuchfühlung. Griff mir freundschaftlich an den nackten Unterarm, als er schadenfroh sinnierte, was seine Eltern sagen würden, wenn sie wüssten, mit wem er den Tag verbrachte, und fragte mich über meine Erlebnisse mit meinem Exfreund aus, die ich ihm einsilbiger beantwortete, als es ihm wahrscheinlich recht war.

„Ich hab ja auch schon mal was mit 'nem Kerl gemacht“, erklärte er mir ungefragt, während wir mit unseren Schlappen in den Händen über den Sandstrand flanierten.

„So?“, tat ich weniger interessiert, als ich es tatsächlich war.

„Hmh. Mit Kai. Nach dem Training haben wir bei ihm daheim mal zusammen gewichst.“

„Cool.“

Er grinste verschmitzt. „Und dann haben wir einen Blowjob-Contest gemacht.“

„Und wer hat gewonnen?“, fragte ich und konnte nun nicht mehr so gut meine Neugierde verbergen.

Milan verzog gleichgültig die Lippen. „Unentschieden. Ist halt doch nicht so leicht, jemanden mit 'nem Blowjob zum Abrotzen zu bringen.“

Er schaute mich fragend an, doch statt ihm eine Gebrauchsanweisung der oralen Befriedigung zu geben, raunte ich: „Wenn das deine Mutter wüsste.“

„Oh je“, seufzte er, ehe sich wieder das typische Schmunzeln auf die Lippen legte. „Und du? Ich wette, du kannst geil blasen.“

„Hat sich zumindest schon lange keiner mehr beschwert“, antwortete ich halb im Scherz und fügte betont spaßhaft an: „Ich kann dir ja mal einen Kostprobe geben.“

„Manche Angebote sind zu verlockend, um sie abzulehnen“, sagte er mit einer Ruhe, die es unmöglich machten zu erahnen, ob er es ernst meinte oder nicht.

Mich selbst machte die vermeintliche Aussicht hibbelig. Während der nächsten Minuten ging ich dem gelassenen Jungen unruhig nebenher und warf immer wieder schräge Blicke auf die Haut seiner Arme und seiner Wange, mit ganz neuen Fantasien im Kopf. Milan schien das zu bemerken und auch zu genießen. Schließlich fragte ich vorsichtig: „Sollen ... sollen wir zurück zum Hotel gehen?“

„Och, später vielleicht“, antwortete er und ließ kaum einen Zweifel, wie sehr er es genoss, mich um den Finger zu wickeln. „Wie wär's mit ner Abkühlung?“ Er wies auf den Strand, wo die weiß schäumenden Wellen in jeder anderen Situation verführerisch auf mich gewirkt hätten.

„Gute Idee“, erwiderte ich gedrückt.

„Super“, strahlte Milan, warf mir einen gewieften Blick zu und ging rasch auf eine der allgegenwärtigen Umkleidebuden zu. Das kam so überraschend, dass ich ihm im ersten Moment nur fragend hinterher blickte. Als ich mich dann in Bewegung setzte, war das süße Blondchen schon an einer der Türen angelangt, warf einen auffordernden Blick zurück über die Schulter und ging hinein. 'Du kleiner Frechdachs', dachte ich halb amüsiert, halb verschnupft in mich hinein. Solche Abenteuer in der Öffentlichkeit waren nicht unbedingt meine Sache. Aber die Verlockung war nun auch zu groß. Gemächlich ging ich ihm hinterher zu ebenjener Tür, die – oh Wunder - durch einen grünen Balken als unverschlossen angezeigt wurde. Als ich sie einen Spalt breit aufstupste, schauten mich Milans braune Augen aus dem Dämmerlicht einen Moment lang bang an, ehe er registrierte, dass ich es war und kein Fremder.

In der stickig-heißen Enge standen wir uns nun so nah gegenüber, dass ich glaubte, am Bauch die Strahlung seiner Körperwärme fühlen zu können. Milan grinste über beide Backen und fuhr sich mit einer beiläufigen Geste über den Schritt. Die unausgesprochen Einladung nahm ich gerne an und griff nun selbst zu, um sein bestes Stück durch die Badeshorts hindurch zu massieren, was sofort Wirkung zeigte. Milan seufzte kaum hörbar und zog sich sein Shirt über den Kopf, das er achtlos auf den sandigen Boden warf. „Du bist so geil“, hauchte ich bei diesem schönen Anblick, griff seine Shorts an den Seiten und zog sie ihm hinunter bis zu den Knöcheln.

 

Milans nach oben geschwungener Teenie-Schwanz stand schon wie eine Eins. Ich griff zu, wichste ihn gefühlvoll und streichelte nebenbei seinen straffen Sack mit dem kleinen Finger. „Geiiil“, flüsterte er, als ich vor ihm auf die Knie ging, mit der Zungenspitze am Vorhautbändchen spielte und schließlich seinen anmutigen Steifen in den Mund nahm.

„Oh, ist das gut“, wisperte es von oben – kaum lauter als das emsige Treiben der Sonnenanbeter, von dem uns nur eine dünne Pressspanwand trennte.

Ich ließ mich von alldem nicht ablenken. Ich schaffte es nun trotz der Aufregung, das alles zu genießen; das gehauchte Stöhnen des Cuties, das Zucken und den anregenden Geschmack seinen Schwanzes und seines Vorsafts, und die bebenden Muskeln unter seiner Haut, die ich erfühlen konnte, wenn ich ihn streichelte. Weil sein Penis nicht allzu groß war, konnte ich ihn bis zum Anschlag in den Rachen gleiten lassen, meine Nase gegen sein Schambein drücken und seinen Sack an meinem Kinn fühlen, während ich leise schmatzend saugte.

Es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Aber in Wirklichkeit ging es wahrscheinlich ziemlich schnell, bis Milan „mir kommt's“ zischte. Ich reagierte insofern, dass ich meine Lippen knapp unterhalb seiner Eichel um den Kolben schloss und mit der Zunge wieder am Bändchen kitzelte. Ein unterdrücktes Keuchen kam von oben, dann floss warme Soße auf meine Zunge, die ich begierig bis zum letzten Tropfen aus ihm heraussaugte.

„Oh. Wow“, machte Milan, während ich mich wieder aufrichtete. „Soll ich auch ...“

Weiter kam er nicht. Wir zuckten beide zusammen, als jemand von außen gegen die verschlossene Tür drückte, ein spanisch-sprachiges Grummeln folgen ließ und sich dann wieder entfernte. Milan und ich schauten uns erschrocken in die Augen, dann kicherten wir stimmlos.

„Ein anderes Mal“, flüsterte ich. „Ich glaube, wir haben unser Glück schon genug strapaziert.“

„Hmh“, machte Milan und zog sich die Badeshorts wieder hoch. Doch seine rehbraunen Augen schienen meine Sorge nicht zu teilen.

Trotz aller Befürchtungen schafften wir es auch unbemerkt nacheinander wieder hinaus, und in meinem erregten Zustand tat mir die Abkühlung im kühlen Mittelmeer richtig gut. Der restliche Nachmittag mit Milan verlief so entspannt, als ob es den heißen Blowjob niemals gegeben hätte. Am späteren Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Hotel. „Sehen wir uns morgen wieder?“, fragte ich, als wir am Fuß der Natursteintreppe angekommen waren, wo sich aus Sicherheitsgründen unsere Wege trennen würden.

„Eher nicht“, murmelte Milan. „Dad hat ja den Urlaub Tag für Tag durchgeplant. Und morgen ist eine Wanderpause eingeplant. Da hab ich die Familie am Hals. Übermorgen wahrscheinlich wieder.“

„Du Armer“, lachte ich und streichelte ihm den Nacken. „Aber wenn du dich heute Abend noch von deiner Fam losreißen kannst – ich bin im Apartment 108.“

„Cool. Kannst mir ja auch deine Nummer geben“, schlug Milan vor und ich hatte natürlich nichts dagegen. Ich diktierte ihm meine Handynummer, dann ging Milan die Treppen hoch, während ich noch eine Runde am Strand drehte.

An diesem Abend wollte ich es mir nicht geben, im Hotel zu essen. Die peinlichen Momente, wenn die Riegers kamen, wollte ich mir lieber ersparen. Mit den schönen Erinnerungen des Tages und der Aussicht auf einen unerwartet geilen Urlaub machte mir die Einsamkeit in einem Strandlokal nichts mehr aus, und dazu war auch noch das Essen leckerer als im Hotelrestaurant. Satt und zufrieden machte ich mich auf den Rückweg zu meinem Apartment, doch dort begann der zähe Teil des Urlaubs. Es war noch nicht einmal 20 Uhr. Es widerstrebte mir, jetzt schon auf dem Zimmer zu bleiben, wo es doch so viel zu entdecken gab.

Aber es war wie verhext. Obwohl Milan mich auf übermorgen vertröstet hatte, hatte ich trotzdem die Hoffnung, dass es jeden Moment an die Tür klopfen könnte und der scharfe Boy sich seinen Gute-Nacht-Blowjob abholen wollte. Ich wagte es nicht mal, auf die Erlebnisse des Tages zu wichsen, um mir meine Geilheit nicht zu versauen. Hätte ich Milan doch nur auch nach seiner Nummer gefragt, schalt ich mich. Dann könnte ich jetzt zumindest eine Nachricht schreiben, um Klarheit zu schaffen. Aber ich wollte doch auch kein Stalker sein. Es war gegen 22 Uhr, als ich mich schon bettfertig machte.

 

Ich kam gerade vom Zähneputzen aus dem Bad zurück, da entdeckte ich den Eingang einer Nachricht auf meinem Smartphone von einer unbekannten Nummer: 'Ist das der Zimmerservice vom Playa Nuevo Resort? Brauche dringend eine Massage. Apartment 311. Notfall!!!'

Ich grinste vor mich hin – das konnte doch nur von einem kommen – und schrieb zurück: 'Sind schon auf dem Weg. Das Massage-Notfall-Team vom Playa Nuevo.'

Während ich mir T-Shirt und Schlüpfhose anzog, bekam ich noch ein Tränen lachendes Emoticon als Antwort. Ich überlegte kurz und steckte mir noch die Gleitgel-Tube aus dem Kulturbeutel in die Tasche meiner kurzen Hose. Wenn Milan Bock hatte, mich zu ficken, hatte ich bestimmt nichts dagegen. Dann ging ich los. In dem weitläufigen Gelände war es bei Dunkelheit gar nicht so leicht, Apartment 311 zu finden, gerade weil die Nummerierung keinem logischen System zu folgen schien. Als ich dann die 300er-Nummern fand, bewegte ich mich auf leisen Sohlen. Nicht dass ich auf den letzten Drücker noch Milans Vater oder Mutter auf mich aufmerksam machte. Langsam ging ich die Türen entlang. 309 ... 310 ... 311. Ich klopfte zaghaft.

„Ja?“, ertönte eine Stimme aus dem inneren, die eindeutig zu Milan gehörte.

„Zimmerservice“, säuselte ich.

„Es ist offen.“

Ich öffnete die Tür – und stutzte. Nicht weit von mir entfernt stand Milan. Statt der Badeshorts am Nachmittag trug er nun eine eng anliegende Retro Pants, die auch sein einziges Kleidungsstück war. Zwar wirkte seine Haltung, wie er lasziv mit der Schulter an der Wand lehnte, etwas einstudiert, aber erotisch war sie allemal. Das gedimmte Licht legte ein diffuses Glühen auf seine Haut, und seine braunen Augen, die nun tiefschwarz wirkten, fixierten mich aus dem von Schatten durchzogenen Gesicht.

Ich trat näher, und kniff ihm sanft in die Flanke. „Hat hier jemand eine Massage bestellt?“

Der einen halben Kopf kleinere Milan drückte seine Brust und seinen Bauch an mich und schaute frivol zu mir auf: „Später. Ich glaube, ich bin dir noch etwas schuldig.“

Ich legte meine Hand auf seinen nackten Rücken, und Milans Hand ging zu meinem Schwanz, den er durch die Hose hindurch knetete. „Da hast du recht“, sagte ich neckend und drückte mit dem Zeigefinger an seinem Kinn sein Gesicht nach oben, sodass wir etwa auf Augenhöhe waren. „Aber das hat Zeit.“

Seine Lippen waren jetzt aufreizend nah. Ich fühlte sogar seinen Atem an meinem Mund. „Du willst mich doch nicht etwa verführen“, raunte ich leise, und Milan brummte eine unverständliche Antwort. Also fasste ich mir ein Herz und nahm seine Unterlippe zwischen meine oberen Schneidezähne und Zunge. Meine Hand erfühlte ein Zucken an Milans Rückenmuskeln, doch dann kitzelte ein tiefer Atemzug an meiner Haut und Milans Zunge schob sich durch unsere Lippen.

Den ersten Zungenkuss mit Milan kostete aus wie kaum einen zuvor. Nach der langen Beziehung mit Oliver war Milans zarte Verspieltheit kombiniert mit dem fruchtigen Geschmack eines aufgelösten Bonbons eine ganz neue Erfahrung. Voller Lust glitten meine Hände immer wieder seinen Rücken auf und ab, und seine Finger wichsten über den Shorts meinen Steifen. Sein Handrücken stieß dabei immer wieder gegen die Beule, die die Gleitgel-Tube in meiner Hosentasche verursachte, was mir in diesem Moment ganz schön peinlich war.

Es kam, wie es kommen musste. Während wir uns aneinander rieben und unsere feuchten Küsse immer wieder für freches Lippen-Knabbern unterbrachen, rutschte seine Hand in meine Tasche und holte sich die Tube. „Was hast du da?“, raunte er an die Haut meiner Wange, und als er einen Moment nach unten schaute – und die Aufschrift 'Flutschi Anal' las – stieß er ein überraschtes Lachen aus.

„So was ähnliches wie Massage Gel“, sagte ich peinlich berührt. Milan räusperte sich ironisch und ich fügte an: „Du kannst heute Nacht mit mir machen, was du willst.“

„A-ha“, tadelte er mich hatte aber auch ein Grinsen im Gesicht. Dass er die Tube in hohem Bogen auf die Matratze warf, ehe er sich wieder dem vollen Körperkontakt zuwandte, wertete ich als gutes Zeichen. Um die Sache voranzutreiben zog ich mir mein T-Shirt über den Kopf, und Milan machte sich umso motivierter an meiner Beule zu schaffen und zog mir schließlich die Shorts hinunter.

 

„Alter. Geil“, sagte er, als er zum ersten Mal meinen Schwanz sah, der größer und dicker war als seiner, und wog in prüfend auf der Handfläche.

„Du darfst gerne damit spielen“, scherzte ich. „Wie war das mit dem Blowjob?“

„Ich weiß aber nicht, ob ich so gut bin“, nuschelte Milan. Seine Finger schlossen sich um meinem Ständer und er begann mich zaghaft zu wichsen.

„Probiers einfach aus“, schlug ich ihm vor.

„Hmh“, machte Milan und ging dann zögerlich vor mir auf die Knie. Genauso wie der Zungenkuss war auch sein Blowjob etwas ganz anders als die, die ich während der letzten fast drei Jahre nur von meinem Ex Oliver bekommen hatte. Oliver war immer sehr derb gewesen. Bei Milan hatte es nun eine beinahe unschuldige Sinnlichkeit, wie sich seine weichen Lippen um meinen Stamm schlossen und die Zungenspitze schüchtern meine Eichel umkreiste.

„Hmm, schön“, seufzte ich. Statt – wie ich es bei Oliver immer getan hatte – ihm jetzt meinen Kolben tief in den Rachen zu drücken, legte ich nun meine Hand an Milans Hinterkopf und gab behutsam einen Rhythmus vor, während dessen Lippen und Zunge mich butterzart verwöhnten. Mit einem hatte Milan am Nachmittag wohl recht gehabt: Zu einem Orgasmus würde er mich so wohl niemals bringen. Aber andererseits war das Gefühl auch viel zu geil, um es frühzeitig zu beenden.

Nach einer Weile war es Milan, der die Geduld verlor. Seine geschlossenen Lippen glitten noch einmal über meinen Pimmel, dann schaute er entschuldigend zu mir auf: „Sorry.“

„War doch ein geiler Einstieg“, erwiderte ich, und als er sich aufrichtete, nahm ich ihn halb spaßhaft, halb zärtlich unter den Achseln und legte ihn auf sein Bett. Gemeinsam zogen wir ihm die engen Pants aus, und ich genoss für einen Augenblick einfach den Blick von oben, auf diesen schönen, nackten Boy, der da vor mir lag und erwartungsvoll zu mir aufblickte. Dann legte ich mich auf ihn, um ihn zu streicheln, zu küssen und den Geschmack seines Körpers von seiner Haut zu lecken.

Zwar war das, was nun folgte, harmloser uns sanfter als jeder Sex, den ich seit langem hatte, aber auch um Längen erotischer. Milan genoss es merklich, zum ersten Mal den Körper eines Kerls hautnah erleben zu dürfen, und ehrlich gesagt ging es mir es mit seinem ungewöhnlich reizvollen Körper nicht anders. Nach einer gefühlten Ewigkeit drehte Milan sich auf den Bauch, und ich hatte endlich freien Blick auf seine geschwungene Rückseite, von der ich bis dahin viel zu wenig gesehen hatte. Ich massierte seine zarten Rückenmuskeln, seine Schenkel, und auch die kleinen festen Pobacken. Milan stöhnte selig, und ich legte mich auf ihn drauf. Meinen Schwanz legte ich flach zwischen den Bäckchen in die Ritze, und als ich mich rhythmisch auf ihm bewegte, startete Milan unter mir runde Gegenbewegungen. Unser Atmen wurde tiefer und beinahe synchron, während das Bett in unserem Rhythmus leise knatschte.

„Das ist so scharf“, flüsterte ich in sein Ohr.

„Nimm aber das Gleitgel. Okay?“, wisperte er kaum hörbar zurück und ich beruhigte ihn: „Keine Sorge. Ich schieb ihn schon nicht rein.“

„Ah. Okay.“

„Später vielleicht“, scherzte ich halb im Spaß als Reaktion auf Milans enttäuschten Tonfall.

Wahrscheinlich hatten wir nun beide Blut geleckt. Unser Liebesspiel wurde intensiver, die Küsse wilder und ich versuchte bei jeder Gelegenheit, Milans Rosette ins Spiel mit einzubeziehen. Ob mit Fingern, Zunge oder der Eichel – der Süße hatte nichts dagegen einzuwenden. Als ich schließlich das Gel dazu benutzte, um ihn auf einen Fick vorzubereiten, wurde Milan sogar richtig ekstatisch. Seine Hüfte schwang in runden Bewegungen, während er auf allen Vieren auf der Matratze kniete und ich erst mit einem, dann mit beiden Zeigefingern seinen Anus elastisch dehnte. „Ich fick dich jetzt“, flüsterte ich sowohl als Vorwarnung als auch als Vergewisserung, ob Milan das noch wollte und griff an den bebenden Muskeln seiner Flanken zu.

„Aber Vorsicht. Mom und Dad schlafen nebenan.“

 

„Oh“, raunte ich und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Es war ein überragendes Gefühl, als ich meinen Schwanz gegen den Hintereingang dieses schönen Boys drückte. Milan sog Luft zwischen den Zähnen ein und an meiner Eichel glaubte ich sogar fühlen zu können, wie er versuchte, sich zu entspannen. Behutsam drückte ich fester, und auf einmal ging alles ganz schnell. Sein Muskel gab dem Widerstand nach und mit einem erschrockenen Stöhnen Milans rutschte meine Eichel in ihn hinein.

„Wie geil“, stöhnte der Junge nach dem ersten Schreckmoment gequält, als ich meine Keule immer tiefer in diese unerhörte warme, feuchte Enge trieb. Meine Finger gruben sich fest in seinen seitlichen Bauch, während ich anfing, ihn zu ficken, und Milan vergrub sein Gesicht im Kopfkissen, das er als Schalldämpfer verwendete. Ich selbst fühlte mich wie in Trance. Ich legte meine Brust auf seinen mittlerweile feuchtgeschwitzten Rücken, um den Körperkontakt zu erhöhen, meine Hände strichen über seinen Bauch, seine Brust und sein Gehänge, während ich meine Lippen nah an sein Ohr brachte, um leise hineinzustöhnen. Milan nahm meinen Rhythmus mit fast schon bauchtänzerischem Hüftkreisen auf, der enge Griff um meinen Penisstamm wurde lockerer uns auch sein Stöhnen wurde entspannter.

So fickte ich ihn härter und tiefer, und als Milan einmal den Kopf zur Seite drahte, sah ich ein zwar angestrengtes, aber auch versautes Grinsen in seinem Gesicht. „Dir gefällt's. Hm?“, säuselte ich, und Milan hauchte eine kaum verständliche Zustimmung. Ich schlang meine Arme um seine Brust uns seinen Bauch und richtete unsere Oberkörper gemeinsam auf und setzte kniend meinen Po auf meinen Fersen ab. Ich musste nun kaum mehr stoßen und konnte voll die intensive Berührung mit seinem heißen Körper genießen, denn Milan machte nun die Hauptarbeit. Er ritt mich voller Leidenschaft, während ich seinen schweißfeuchten Körper streichelte, seinen steil nach oben zeigenden Schwanz wichste und frischen Schweiß von seiner Wange leckte.

„Mir kommt's gleich“, seufzte ich, was Milan noch mehr anspornte. Sein Becken kreiste und vibrierte auf meiner Hüfte, meine Zunge umkreiste sein Ohr, und er bekam gar nicht richtig mir, wie ich in ihm explodierte, denn er machte immer weiter.

„Hör auf ... oder ich sterbe“, scherzte ich und tippte in seinen Bauchnabel.

Milan gehorchte und lästerte: „Hätte der Satz nicht eher von mir kommen müssen?“

Er ging von mir runter, und ich drückte seinen geröteten Körper sofort wieder an mich: „Du bist halt ein Naturtalent – als Bottom.“

„Ach so?“, lachte er erschöpft. „Alter Kevin. So ein Kompliment hab ich auch noch nicht bekommen.“ Er packte mich an den Ellbogen legte mich auf den Rücken und sich auf mich drauf.

„Ich bin eben ein Romantiker“, erklärte ich wegen seines Gewichts auf meinem Bauch0 atemlos. „Und jetzt?“

Er brachte sein Gesicht nah an meines und legte die Stirn in Falten: „Jetzt testen wir mal dein Bottom-Talent, Kevinboy.“

„Lass uns zwischendurch noch schnell eine Dusche nehmen“, schlug ich vor und Milan biss mir sanft in die Wange.

 

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