Versteckspieler - Teil 9
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9. Finn

Seit Hamburg stand seine Welt brutal auf dem Kopf. Selten, ehrlich gesagt, noch nie in seinem Leben hatte er so viel und so häufig Sex gehabt. Und Sex mit Hendrik war gut, verdammt gut. Egal ob Hendrik ihn nach dem Training gegen das Kopfteil seines Bettes presste und ihn an die Wand gelehnt von hinten nahm oder ihn mit einem Blowjob beim Fernsehen und Biertrinken aus der Fassung brachte. Es war grandios, es war das Beste, das Finn sich vorstellen konnte.

Friends with Benefits wurde eine immer passendere Bezeichnung, vor allem seit sie tatsächlich immer mehr Freunde wurden. Sie beklagten sich abwechselnd über andere Trainer oder Vorstandsmitglieder, sprachen über ihren Alltag, ihre Vorstellungen der nächsten Monate, Jahre. Über Berthold und auch die Nationalelf sprachen sie nicht. Hendrik brachte das Thema nicht auf und Finn traute sich einerseits nicht, wollte aber auch andererseits gar nicht so viel dazu hören. Und auf der dritten Seite wollte er jeden einzelnen von Hendriks Gedanken dazu kennen, wollte wissen, was sie in San Marino erwartete, ob er Kontakt zu Berthold gehabt hatte, ob er überhaupt noch Sex mit Berthold wollte, ob es ihn noch beschäftigte, was Berthold in Norwegen zu ihm gesagt hatte.

Immerhin war ihre kleine Sache ja etwas, das sich langsam wie eine Beziehung anfühlte, wenn da nicht der Gedanke an Finn genagt hätte, dass Hendrik regelmäßig mit jemand anderem schlief. Natürlich war ihm klar, dass zu einer Beziehung außerdem noch deutlich mehr als nur Sex dazugehörte, aber das war ein Gedanke, den er gerne ausblendete. Er mochte die Vorstellung. Er dachte manchmal daran, jeden Tag neben Hendrik aufzuwachen.

Vor dem Flug Richtung San Marino verbrachten sie die Nacht miteinander und Finn hasste das Gefühl, in dieser scheußlichen Zwickmühle zu stecken. Er wollte Hendrik fragen, wie es mit Berthold sein würde. Er wollte Hendrik fragen, ob sie ein Zimmer teilen wollten, dann könnten sie nach dem Spiel Sex haben, ohne durch irgendwelche Hotelflure zu schleichen. Er wollte Hendrik fragen, ob er widersprechen wollte, wenn er ein Einzelzimmer bekam.

Nichts davon ging wirklich, dazu hatten sie zu lange nicht mehr über das Thema gesprochen. Gleichzeitig fragte er sich, was er selbst tun würde, wenn Hendrik ein Einzelzimmer hatte. Vor seiner Tür sitzen und zuhören? Das konnte er sich nicht mehr vorstellen, nicht nach all dem, was in den letzten Wochen passiert war, aber was sonst? Er konnte sich auch nicht vorstellen, nicht mitzubekommen, was passierte, und Hendrik schien nicht mehr wirklich mit ihm darüber sprechen zu wollen.

Da lag er also, den Arm um Hendrik gelegt, der abwechselnd Facebook Posts las und erfolgreich Candy-Crush-Saga durchspielte, und öffnete zum gefühlt zehntausendsten Mal den Mund, um endlich etwas zu sagen, und fand zum zehntausendsten Mal kein einziges richtiges Wort.

»Ich würd‘ dir morgen Nacht schreiben. Falls er nicht auftaucht«, unterbrach dann plötzlich Hendrik seine völlig erfolglosen Versuche.

Finns Herz begann härter gegen seinen Brustkorb zu schlagen und er rang nach Worten. Er mochte es nicht, dass Hendrik mit einem Einzelzimmer rechnete. Er mochte es nicht, dass es klang, als ob Finn nur als Ersatzspieler mitkam, falls die Erstbesetzung keine Lust hatte.

»Es war gut, beim letzten Mal nicht allein gewesen zu sein«, fügte Hendrik dann mit einem Mal hinzu und Finns aufkommende Wut verflüchtigte sich. Der Jüngere klang so verdammt verletzlich und jetzt, wo Finn darauf achtete, bemerkte er, dass Hendrik noch immer spielte, jedoch dabei war, kläglich zu verlieren. Es war wohl für Hendrik kein Nebenbei-Gespräch, egal, wie sehr er versuchte, es so aussehen zu lassen.

Finn warf all seine Fragen, seinen Ärger, seine Enttäuschung über Bord.

»Du hast meine Nummer.«

Finns Zimmer war nur zwei Zimmer neben Hendriks. Yuri hatte spontan einen Flug mitten in der Nacht genommen und damit hatte er zum ersten Mal auch so etwas wie ein Einzelzimmer. Die Ironie der Situation entging ihm nicht, aber wenigstens konnte er so neben der angelehnten Tür in absoluter Sicherheit sitzen und abwechselnd sein Handy umklammern und gespannt nach draußen lauschen, sobald das sanfte Nachtlicht im Flur anging.

Das Spiel war erwartungsgemäß erfolgreich gewesen. Die Busfahrt zum Hotel hatte jedoch unangenehm lang gedauert und es war bereits nach zwölf gewesen, als sie angekommen waren. Hendrik war seinem Blick ausgewichen, als sie sich auf dem Gang getrennt hatten, aber Finn hatte seine Nervosität spüren können. Er konnte nicht bestreiten, dass es ihm einen Stich versetzte, wie zentral diese Geschichte mit Berthold für Hendrik weiterhin war. Er wusste, dass es nicht vergleichbar war, aber seit sie Sex hatten, war für Finn so vieles nebensächlich geworden, es tat weh, dass es Hendrik nicht genauso ging.

Als es zwei Uhr zehn war, vibrierte sein Handy und Finn fuhr fast aus seiner Haut vor Schreck. Schon als er Hendriks Namen in der Kurzanzeige las, kribbelten sein Bauch, seine Finger.

»Lust auf eine private Siegesfeier?«, las er. Hendrik klang gut aufgelegt, ganz anders, als er noch vor zwei Stunden gewirkt hatte. Entweder er spielte den üblichen gut gelaunten Ex-Teutonen oder er war erleichtert, dass Berthold nicht gekommen war. Finn konnte nicht beschreiben, wie sehr er wollte, dass es Letzteres war.

Natürlich war er bereit, hatte seine Schlüsselkarte schon den ganzen Abend in der Hosentasche gehabt, in Erwartung, dass Hendrik ihm schrieb. Sein letzter Funken Selbstachtung schrieb ihm jedoch vor, noch einmal ins Bad zu geben, alibihalber seine Haare zu checken, kurz nochmal die Hände zu waschen. Hendrik hatte sicher gesehen, dass er die Nachricht bereits gelesen hatte, aber er musste es ja nicht zu deutlich machen, dass er darauf gewartet hatte, indem er innerhalb von einer Minute vor seiner Tür stand.

Als er drei Minuten später sanft an Hendriks Tür klopfte, schien dieser jedoch keinerlei Zurückhaltung vorspielen zu müssen, denn die Tür öffnete sich sofort und er fühlte sich nach drinnen gezogen. Ein nur mehr in Boxershorts bekleideter Hendrik küsste ihn kaum eine Sekunde, nachdem die Tür geschlossen war, und er fühlte, wie sein T- Shirt nach oben gezogen wurde. Hendrik hatte offenbar sehr genaue Vorstellungen von einer privaten Siegesfeier und Manuel sah keinerlei Grund, ihn einzubremsen. Keine fünf Minuten später hatte keiner von ihnen mehr etwas an und Hendrik war gerade dabei, ihm einen zu blasen.

Es klopfte.

Sie erstarrten.

Innerhalb von Millisekunden wich jede Farbe aus Hendriks Gesicht und Finn war sich ziemlich sicher, dass er nicht anders aussah. Es gab zwei Personen auf der Welt, die um diese Uhrzeit an Hendriks Tür klopfen würden, und einer davon verpasste er gerade einen glorreichen Blowjob.

Finns Kopf wandelte sich von leergefegt auf Gedankenchaos. Was sollten sie tun? Konnten sie ihn einfach ignorieren? Es war Licht im Zimmer, Berthold würde das Licht durch den Türspalt auf den Boden fallen sehen.

Es klopfte wieder.

Er musste sich verstecken. Er war nur in T-Shirt und Boxershorts gekommen – was machte Finn Fernau um die Uhrzeit in Boxershorts in Hendrik März Zimmer? Berthold konnte nicht herausfinden oder auch nur vermuten, dass er schwul war. Er wusste, dass Hendrik Sex mit Männern hatte, es war mitten in der Nacht, es war einfach zu gefährlich.

Finn suchte seine Shorts, fand sie und als er aufsah, um sein Shirt zu suchen, hielt Hendrik es ihm bereits entgegen, offensichtlich am selben Gedanken angekommen, wie er. Für eine Sekunde wog er ab zwischen Bad und Schrank, Hendrik traf jedoch die Entscheidung für ihn und öffnete die Badezimmertür. Offenbar nutze Berthold sein Bad also nie. Hoffentlich.

Nach dem Schließen der Tür hörte er es wieder klopfen. Sicher konnte Hendrik gut argumentieren, dass er im Bad gewesen war und das Klopfen daher zuvor nicht gehört hatte. Das passte, das war gut,

stimmig. Finns Herz klopfte ihm bis zum Hals, als er sich lautlos vor der Badezimmertür niederließ.

Warum zur Hölle tauchte Berthold jetzt noch auf? Warum hatte Hendrik ihn zu sich geholt, wenn Berthold vielleicht noch kam? In Hamburg hatte er ihn jedoch zu einer ähnlichen Uhrzeit geweckt, vermutlich war es ungewöhnlich, dass Berthold so spät kam. Gott, was hatten sie für ein verdammtes Pech?

»Hendrik«, hörte er dann die Stimme des Bundestrainers, so klar als ob er neben ihm stand. Die Badezimmertür war alles andere als dicht. So nah war er all dem noch nie gewesen und ihm wurde schwindlig bei diesem Gedanken.

Würde Hendrik ihn rauswerfen? Würde er mit ihm über Norwegen sprechen? Würde er ihm sagen, dass er müde war und sie sich lieber ein andermal sehen sollten? Würde er Sex mit Berthold haben, während Finn faktisch im selben Raum war?

Finn wurde schlecht.

»Ich weiß, ich hab‘ es dir bereits geschrieben, aber der Abend in Norwegen war echt nicht okay. Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist«, sprach Berthold, nachdem Hendrik nichts geantwortet hatte. Finn fühlte sich sofort an Bertholds Aussage erinnert, für was Hendriks vorlauter Mund besser geeignet war, als zu sprechen. Sein Magen krampfte sich zusammen bei dem Gedanken, dass Hendrik diese Worte offenbar ernst nahm.

Außerdem – Berthold hatte ihm geschrieben? Hendrik hatte Kontakt mit Berthold gehabt seitdem?

»Diese Sachen haben immer irgendwo dazu gehört. Und sie haben uns bis dahin beide scharfgemacht, richtig?«

Finn konnte nicht erwarten, was Hendrik sagen würde, platzte innerlich vor Neugierde, zu wissen, wie Hendrik gerade vor ihm stand. Wütend? Enttäuscht?

»Richtig«, hörte er jedoch nur überraschend leise von seinem Teamkollegen und Finn zog seine Stirn kraus. So hatte er Berthold noch nie mit Berthold reden hören, so hatte er ihn kaum jemals überhaupt reden hören.

»Aber das in Norwegen war zu viel. Ich will dich weiterhin ficken, ich will dir weiterhin sagen können, wie gerne ich deinen Arsch nach neunzig Minuten Laufen ficke und wie gut du dich ficken lässt. Aber der ganze Kopfmist, das ist vorbei, okay?«

»Es ist ja nicht so, als ob ich mich nicht verdammt gerne ficken lasse«, sprach Hendrik, diesmal wieder in gewohnt frechem Ton.

Etwas in Finns Brust zog sich zusammen. Vielleicht hätte er mehr Initiative zeigen sollen. Vielleicht hätte er Hendrik klarmachen sollen, dass er das auch von ihm bekommen konnte. Finn genoss den passiven Part beim Sex zwar mehr als den aktiven, aber wenn er es Hendrik zumindest angeboten hätte, bräuchte er ja Berthold vielleicht nicht mehr.

»Mmh... Davon merke ich aber gerade nicht so viel. Wie wär’s mit weniger Klamotten?«, schlug dieser jedoch gerade vor.

Finn sah Hendriks Körper vor sich, die Boxershorts, die er sich schnell übergezogen hatte, während er ihn ins Bad verfrachtet hatte,

mit einem Mal nicht mehr halb steif davon, Finn einen zu blasen. Er konnte es nicht fassen. Würde Hendrik sich wirklich von Berthold ficken lassen, während er wusste, dass Finn im Badezimmer saß und jedes Wort, jede Bewegung, alles zwischen ihnen mitbekam?

Er hatte es wohl nicht anders verdient. So oft hatte er vor der Tür gesessen, versucht, mehr mitzubekommen. Jetzt hatte er einen Platz in der ersten Reihe und er war so kurz davor, seinen Mageninhalt zu verlieren.

»Aufs Bett.«

Finn hörte, wie der vermutlich nackte Hendrik auf das Bett kletterte, hörte den Lattenrost leise quietschen. Gott, Hendrik war nicht sein Freund, sie hatten keine Beziehung, das war ihm alles klar, aber er wollte es doch so sehr. Er wollte Hendriks Freund sein, wollte morgens mit ihm aufwachen, abends mit ihm nachhause kommen und er wollte nicht, dass Hendrik mit anderen Männern schlief. Es fühlte sich so knallhart an, als ob er ihn gerade betrog, und Finn bekam nicht einmal Wut als Ausweg aus seiner Enttäuschung und Verletztheit, denn warum sollte er schon wütend sein? Weil sein Kumpel, sein Friend with Benefits mit jemand anderem Sex hatte? Also bitte.

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Er hörte einen Reißverschluss, hörte das Rascheln von Kleidung, war sich sicher, dass Berthold sich auszog, bereit, Hendrik zu ficken. Und weil er sich nicht bereits armselig genug fühlte, musste sein innerer Höhlenmensch dafür sorgen, dass er in irgendeinem lächerlichen, kleinen Eck seines Gehirns davon angeturnt war, dass Hendrik nackt auf dem Bett kniete, eine Hand seine nackte Haut berührte. Finn spürte das Blut ‘gen Süden strömen und schloss seine Augen.

»Stephan, ich hab‘ nicht... «

Finn hörte ein Klatschen und seine Augen flogen auf. Hatte Berthold ihn... Nein, das klang nicht richtig, er musste Hendriks Po statt seinem Gesicht geschlagen haben. Stephan...

»Du wirst dir denken können, dass das mit dem Reden immer noch gilt, mmh?«

»Eh klar, aber ich dachte nicht, dass du... Da am Nachttisch...«

Finn verstand mit einem Mal, dass Hendrik erklären wollte, dass Berthold ihn nicht trocken ficken sollte. Ob der Bundestrainer das auch verstand oder nicht, Finn hörte nur ein weiteres Klatschen und Hendriks Verstummen.

Einige Momente später hörte er jedoch, wie offensichtlich ein Kondom geöffnet wurde und Finn war merkwürdig erleichtert darüber. Sie hatten beim Analsex immer Kondome verwendet, beim Blasen eher nicht. Trotzdem beruhigte es Finn, dass sie wenigstens sicher waren.

Und hoffentlich hatte Berthold auch das Gleitgel gesehen, das Hendrik vorhin bereits auf den Nachttisch gelegt hatte. Finn konnte die hellblaue Tube vor sich sehen, konnte den Gedanken nicht vertreiben, dass der gleiche Hendrik, der noch vor zwei Tagen hinter ihm gekniet und ihn ins Delirium gefickt hatte, gerade vor ihrem Chef kniete und darauf warte, dass er es ihm gleichtat.

Mit einem Mal hörte er ein leises Aufseufzen, fast schon ein Wimmern.

So viel zu Gleitgel.

Und wieder, diesmal lauter, gefolgt von einem tonlosen Keuchen.

Finn hätte nie erklären können, was in ihn gefahren war, aber er wurde mit einem Mal panisch. Berthold tat Hendrik, seinem Hendrik, weh und er konnte es nicht ertragen, konnte nicht zuhören, bildete sich plötzlich ein, dass er weg von hier musste, so schnell er konnte.

Und in seiner Panik suchte er nach Halt, um sich aufzurichten, ergriff ein Ende von Hendriks Handtuch und konnte gefühlt in Zeitlupe beobachten, wie das andere Ende den Seifenspender umwarf und er ins Waschbecken fiel, einmal nach links, einmal nach rechts rutschte, um dann über dem Abfluss liegen zu bleiben.

Danach war es so still, dass Finn sein eigenes Herz fast schmerzhaft laut schlagen hörte. In seinem Kopf bildete sich ein Mantra aus »Er hat es nicht gehört, er hat es nicht gehört, er hat es nicht gehört...«, das ihn lang genug beschäftigte, bis die Tür aufgerissen wurde. Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, sie abzuschließen.

»Fernau.«

Bertholds Stimme war so unheimlich neutral, dass Finn fast selbst glaubte, am Trainingsplatz zu stehen, nicht in Hendrik März‘ Badezimmer, nackt. Reflexartig hielt er das Bündel Kleidung in seiner rechten Hand vor seinen Schritt. Er hätte sich anziehen sollen, ihm ein Beweisstück weniger liefern sollen. Der Bundestrainer packte ihn am Oberarm, zog ihn zurück ins Zimmer.

Und da war Hendrik. Sein unbeschreiblich attraktiver Kollege saß wie versteinert nackt auf dem Bett. Seine Position ließ noch immer deutlich erkennen, dass er vor wenigen Augenblicken noch bereitwillig auf allen vieren gekniet hatte.

Finn blieb, nicht weniger versteinert, auf seinem Platz an der gegenüberliegenden Wand stehen, auf den Löw ihn geschoben hatte. Er konnte es nicht glauben. Berthold wusste... So wie der Bundestrainer mit verschränkten Armen im Türrahmen der Badezimmertür stand und sie ansah, musste er gerade alles Schritt für Schritt verstehen. Finn musste seinen Blick senken, als er bemerkte, dass Bertholds Jeans noch offen war, sein Bedürfnis herauszufinden, woher das Geräusch gestammt hatte, wohl größer als sein Schamgefühl.

Berthold wusste, dass Hendrik und Finn etwas miteinander hatten, dass Finn von ihm und Berthold wusste, dass Finn schwul war... Eine Welle der Übelkeit überkam ihn.

Und Hendrik? Der saß auf dem Bett, bewegte sich keinen Millimeter, musste jedoch ebenfalls seinen Blick gesenkt haben, während Finn den Bundestrainer beobachtet hatte. Hendrik sah so schamerfüllt aus, dass Finns Brust sich eng anfühlte. Für was er sich schämte? Für das mit Berthold? Für das mit ihm? Für sich selbst?

»Nun, das nenne ich eine Wendung der Dinge«, fand Berthold als erster von ihnen seine Stimme wieder. Finn und Hendrik sahen gleichzeitig zu ihm auf. Das leise Schmunzeln auf den Lippen des Bundestrainers beunruhigte Finn, ganz zu schweigen von dem Blick, mit dem er Hendrik bedachte.

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Seine Beunruhigung wurde nicht weniger, als Berthold mit einem Mal zu ihm sah.

»Ich vermute mal, du bist nicht zum Duschen nackt in Hendriks Bad, mmh?«

Finn bekam kein Wort heraus.

»Von dir hätte ich das ja nicht erwartet, Finn«, sprach Berthold weiter und kam nun auch noch näher auf ihn zu, näher, näher, bis er direkt vor Finn stand. Er musste dem Blick des Trainers ausweichen, der bis in sein tiefstes Inneres schauen wollte.

»Wobei, es gab Momente... Blicke... Wie lange fickst du ihn denn schon?«

Finn schluckte, sein Blick starr auf den Teppichboden gerichtet.

»Mmh... Sag‘ bloß, du lässt dich ficken?«, fragte der ältere Mann und griff nach Finns Kinn, zwang ihn, in seine Augen zu sehen.

Die Panik musste ihm ins Gesicht geschrieben stehen, Schamgefühl, Angst und verzweifelte Hoffnung, dass Hendrik eingriff, wechselten so schnell, dass Finn fast schwindlig wurde.

»Finn, Finn ... Wenn das jemand wüsste.«

Berthold ließ sein Kinn los, ließ seine Hand fast wie unbeabsichtigt für eine Sekunde gegen seine Brust streichen, doch Finn war sich sicher, dass nichts davon unbeabsichtigt war, und er spürte, wie sich Gänsehaut auf seinem gesamten Körper ausbreitete.

Wenn das jemand wüsste. Es war eine Drohung. Aber wer war er, zu drohen? Er hatte sein eigenes Geheimnis und als Trainer Sex mit einem Spieler zu haben, war jawohl um einiges schlimmer als zwei Spieler, die Sex miteinander hatten. Und wenn Hendrik und er beide bestätigten, was Berthold tat, hatte das sicher mehr Glaubwürdigkeit, als was Berthold sagte...

Finn sah an Berthold vorbei auf seinen Teamkollegen. Hendrik saß noch immer in der gleichen Position, doch nein, nicht ganz. Er hatte seine Knie ein klein wenig an sich herangezogen, sah zu Boden und Finn glaubte zu sehen, wie er vor Anspannung bebte. Alle Versuche Hendriks, niemanden irgendetwas in irgendeine Richtung erfahren zu lassen, waren vergebens gewesen. Und er würde niemals seinen Mund aufkriegen und irgendjemandem sagen, was Berthold und er getan hatten. Er sah so verletzt aus, so erschüttert, und obwohl er einen Funken Wut spürte, dass Hendrik fast unbeteiligt dasaß, nicht zu seiner Hilfe kam, wollte Finn ihn halten und beschützen und... Er tat Finn einfach unbeschreiblich leid, auch wenn er eigentlich derjenige war, dessen Geheimnis gerade eindrucksvoll verkündet worden war.

Sein Blick wanderte dabei zurück zu Berthold und mit einem Mal war ihm klar, dass der Trainer jeden Gedanken, den er gerade gehabt hatte, in seinem Ausdruck verfolgt hatte.

»Du liebst ihn!«


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