Mann für Mann
 
 
„Nanu is’ der Tank alle?“, fragte Massi grinsend.
Fantasy / Große Schwänze / Junge Männer
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„Massimo möchtest du heute Mittag bei uns mi..., oh stör ich bei irgendwas?“, fragte Frau Schneider, als sie die beiden knutschenden Jungs auf dem Bett sitzen sah.

 

„Wir haben dich gar nicht anklopfen hören Ma“, reagierte Benedikt, als er und Massi ihre Lippen voneinander getrennt hatten.

„Die Tür war nur angelehnt und da ...“

„Aber trotzdem hättest du anklopfen können“, unterbrach Bene seine Mutter. Massi Strichnini schaute mit rotem Kopf zwischen Mutter und Sohn hin und her, während Fridolin sich gespannt zurückhielt.

„Ma? Wenn du schon mal da bist, komm bitte ganz rein und setz dich zu uns“, forderte Bene Frau Schneider auf, die immer noch nicht genau wusste, wie sie sich weiter verhalten sollte. Sicher, sie war froh, dass es ihrem Sohn scheinbar wieder etwas besser ging. Sie hatte ihn schon lange nicht mehr lächeln sehen. Aber warum küsste er sich mit Massimo Strichnini?

„Ma, ich habe dir bisher nie den wahren Grund gesagt, warum mich Florians tot so lange mitgenommen hat“, begann Bene, mit einem dicken Kloß im Hals, zu erklären. Die Anspannung war ihm deutlich anzumerken, als er weitersprach: „Ich hoffe du bist nicht enttäuscht von mir, aber ich muss es jetzt endlich loswerden.“

„Ach Junge, du weißt doch, dass du mit mir über alles reden kannst“, entgegnete Frau Schneider leise.

„Also Florian und ich waren mehr als nur gute Freunde ...“, erneut legte Bene eine kurze Pause ein, sein Puls raste wie der eines Marathonläufers. „... wir waren ineinander verliebt. Verstehst du Ma? Ich Benedikt Schneider bin schwul und liebe Jungs.“

Frau Schneider brauchte einen Moment um diese Information sacken, zu lassen. Bene und Flori kannten sich seit dem Kindergarten und irgendwie hatte sie sich immer schon gewundert, dass ihr Sohn sich überhaupt nicht für Mädchen zu interessieren schien. Deshalb wunderte sie dieses Geständnis auch nicht sonderlich und ihrem Mann würde sie das heute Abend auch irgendwie verkaufen können. Schließlich ging es hier um das Glück ihres Sohnes.

„Darf ich auch noch kurz was zur Erklärung ...“

„Nein darfste nich’ Massi, wir haben miteinander rumgeleckt, na und? Is’ schließlich keine strafbare Handlung“, fuhr Benedikt dem Freund in die Parade und wartete gespannt auf die Reaktion seiner Mutter.

„Komm mal her Junge.“ Benedikt setzte sich neben sie und dann zog sie ihn in ihre Arme.

„Egal ob du Schwul bist oder Hetero, deshalb bleibst du doch trotz allem mein Sohn. Es ist immer schwer, einen Menschen zu verlieren, den man liebt. Aber wenn es die erste Liebe ist, dann ist es noch viel, viel schlimmer“, erklärte sie schluchzend und strich ihm sanft mit ihrer Hand durchs Gesicht.

„Massi, willst du heute bei uns mitessen oder nicht?“, fragte sie, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte.

„Sehr gerne“, antwortete der junge Strichnini, „aber dann muss ich wenigstens daheim Bescheid sagen.“, entgegnete er, bevor Frau Schneider aufstand und das Zimmer verließ. „Ich find‘s Klasse, dass ihr hier seid, Massi“, freute sich Benedikt und strahlte mit Fridolin um die Wette, der wie irre um die beiden Jungs herumwuselte.

„Uuund iiich erst, man hat sich die Knutscherei klasse angefühlt“, freute sich der Geist und konnte es immer noch nicht glauben, Bene wieder Lachen zu sehen.

„Boah, Fridolin kannste nich’ mal fünf Minuten stillsitzen?“, knatterte Massimo dem hyperaktiven Geist entgegen.

„Ne sorry Alda, geht nich’ das war wohl doch etwas zu viel Kaffee heute Morgen“, erklärte das Nacktgespenst und zog kichernd seine Bahnen quer durch den Raum.

„Das is’ fast wie früher, nur dass er da nich’ ständig naggisch war“, kommentierte Benedikt und bekam dabei einen Lachflash, dass ihm fast der Bauch wehtat. ‚Eigentlich, wäre es doch toll, wenn Massi und Benedikt zusammenkämen, die sind ein echt hübsches Paar’, dachte sich Fridolin schwebte zu seinen beiden Freunden rüber und hauchte jedem einen Kuss auf die Lippen.

„Ich hab‘ euch echt lieb“, seufzte er und hockte sich endlich neben die Beiden.

„Nanu is’ der Tank alle?“, fragte Massi grinsend.

„Nö, aber ich muss mich mal eine Weile ausruhen, schließlich wird das wieder ‚ne lange Nacht“, konterte er und deutete auf seine voll ausgefahrene Geistlichkeit.

 

„Boah Fridolin, kannste auch noch an andere Dinge denken?“, knattere Massimo schmunzelnd, „ach übrigens, ich muss mal kacken, willste mit?“

„Ne, lass mal Massi. Die Erinnerung an den Gestank dabei reicht mir völlig“, antwortete der Geist mit einer abwehrenden Handbewegung. „Warum biste eigentlich nackig?“, fragte Bene, als sie allein waren.

„Na ja ich bin jetzt ein Nacktgespenst. Das ist sozusagen meine Berufsbekleidung.“

„Aber, ist das nicht saukalt, so im Winter draußen zu sein?“

„Nö, ich merk da ja keinen Unterschied mehr“, erklärte das Gespenst und versuchte schnell das Thema zu wechseln. „Wie findest du eigentlich Massimo?“

„Ehrlich?“, fragte Bene leise.

„Jap!“

„Also eigentlich isser ein ganz Süßer, warum fragst du?“

„Na ja, das mit uns beiden kann doch eh nicht mehr so werden wie früher. Und darum würde es mich freuen, wenn ihr ein Paar würdet“, antwortete Fridolin und wusste für sich, dass diese Entscheidung richtig ist. Sicher er liebte Benedikt und er würde auch weiterhin immer für ihn da sein, wenn er ihn bräuchte. Aber Bene brauchte einen Menschen aus Fleisch und Blut.

„Psst, Massi kommt zurück.“

„Na, habt ihr schön über mich gelästert?“

„Klar, was so richtige Tratschtunten sind, die ziehn doch immer über Andere her“, antwortete Benedikt breit grinsend.

„Und haste brav gespült und das Fenster geöffnet? Nich’, dass ich ohnmächtig werde, wenn ich aufs Klo schwebe“, scherzte der Geist.

„MIST! Erwischt! Wusst ichs doch“, konterte der Halbitaliener mit bierernstem Gesichtsausdruck, bevor sich alle drei vor Lachen kringelten.

„Oh, man is’ das geil, soviel hab‘ ich lange nicht mehr gelacht. Könnt ihr nich’ einfach über Nacht bleiben?“, fragte Bene, nachdem sie sich wieder beruhigt hatten.

„Also ich muss heute Nacht leider wieder ran“, erklärte Fridolin und machte eindeutige Bewegungen, während er einen Meter überm Bett schwebte.

„Und du Massi, kannst du nich’ wenigstens bleiben?“, fragte er den Halbitaliener und schmuste sich verdächtig nah an ihn heran. Es war nur zu offensichtlich für den Geist, dass Benedikt sich zumindest ein wenig in den süßen Strichnini-Sohn verguckt hatte.

„Dann müsste ich aber kurz Heim, um ein paar Sachen zu holen.“

„Wieso, lass sie dir doch von Fabio bringen“, schlug der Geist zwinkernd vor.

„Okay, aber dann müsste ich jetzt wirklich eben telefonieren.“

„Das Telefon hat meine Ma in der Küche, dann kannst du sie bitte auch fragen, wann wir essen können.“

„Mach ich glatt Süßer.“

„Hast du mich gerade Süßer genannt?“

„Klar, biste doch auch“, antwortete Massi zwinkernd und gab Bene noch einen schnellen Kuss, bevor er das Zimmer verließ.

„Er is’ spitz wie ein Rettich und verknallt in dich. Vorhin beim Knutschen hatte er ’nen Ständer“, verriet Fridolin kichernd.

„Darf ich ehrlich sein?“, fragte Bene nervös. Der Geist nickte lächelnd. „Ich hatte dabei ordentlich Schmetterlinge im Bauch“, gestand Benedikt mit roten Ohren.

„Ich weiß“, flüsterte der Geist zufrieden, „ich war dabei.“ Seinen Freund wieder glücklich zu sehen war ihm wichtiger, als einmal mit ihm Sex haben zu dürfen. ‚Liebe heißt auch loslassen können’, dachte er bei sich, umarmte den Freund und küsste ihm seufzend auf die Wange.

„Was is’ los mit dir Flo?“

„Wir hatten eine echt schöne Zeit zusammen“, sinnierte das Nacktgespenst seufzend.

„Ja, die hatten wir wirklich“, antwortete der junge Mann mit einer Träne im Auge.

„Hey, nicht wieder weinen.“

„Ne is’ schon okay. Hoffentlich klappt das, ich habe mich gerade richtig in Massi verguckt.“

„Warum sollte es nicht klappen, mir geht’s doch genauso“, antwortete Massimiliano glücklich lächelnd. Benedikt stand vom Bett auf ging zu Massi rüber und im nächsten Augenblick küssten sich die beiden jungen Männer innig.

„Übrigens Essen ist fertig. Es gibt Schnitzel mit Pommes“, verkündete der Halbitaliener, als sich die Lippen der Jungs wieder getrennt hatten.

 

„Hört sich klasse an, darf ich bitte mitessen?“, fragte Fridolin mit glänzenden Augen.

„Nur, wenn du dich diesmal aufs Genießen beschränkst. Ich möchte nämlich nicht irgendwann so fett sein wie mein Onkel Michele.“

„Versprochen!“, antwortete das Gespenst und huschte zurück in den Körper des Halbitalieners. Endlich konnte er Benedikts Nähe wieder richtig genießen, ihn zu spüren, während sie gemeinsam das Zimmer verließen, machte ihn einfach nur glücklich. Und als Massi und er sich noch mal kurz küssten, konnte er richtig fühlen, wie es zwischen den beiden Jungs knisterte. ‚Ja, sie sind richtig ineinander verliebt’, dachte er zufrieden, bevor sie in die Küche traten, wo Frau Schneider bereits mit dem Essen wartete. „Wann kommt Fabio eigentlich?“

„Gegen 16 Uhr, warum fragst du Fridolin?“

„Och, nur so“, antwortete der Geist und schwebte breit grinsend durchs Zimmer. Der bloße Gedanke an Fabio Strichnini, in dessen Hammerbody er heute früh zuerst mitduschen durfte, ließ sein Geisterherz höherschlagen. Und ohne, dass er es selbst registrierte, ging eine Veränderung im Körper des Nacktgespenstes vor sich, die Fridolin nicht erwartet hatte.

„Cool, wir können dein Herz sehen, das glüht ja richtig“, kommentierten Bene und Massi, die sich auf dem Bett in den Armen lagen und das Nacktgespenst beobachteten.

„Was?“, fragte der Geist, schaute an sich selbst herunter und konnte nicht fassen, was er dort sah.

Wie lange hatte er gehofft, dass es Benedikt Schneider sein würde und jetzt war es Massimos Adoptivbruder, der es geschafft hatte, die Flamme der Liebe in ihm neu zu entfachen. Urplötzlich war ihm auch klar, warum er sich so geborgen gefühlt hatte, als er letzte Nacht mit Fabio im Bett gelegen und sich an ihn geschmiegt hatte. Fridolins Augen funkelten vor Glück, als er erkannte, dass er sich wirklich und wahrhaftig in den smarten Solarium-Rollbraten verliebt hatte. Dieses Leuchten, welches sich wie ein Fieber rasend schnell in ihm ausbreitete, weitete sich zu einer Aura aus, die seinen gesamten Astralkörper strahlend umgab.

„Wow, jetzt strahlst du wie ’ne Discokugel“, stellte Bene mit großen Augen fest.

„Ich bin verliebt Junxx, ich bin verliiiiiiiiebt!“, jauchzte der Geist und sauste in Höllentempo einmal quer durchs Zimmer, bevor er sich ebenfalls auf dem Bett niederließ und seine beiden Freunde anlächelte.

„Etwa Fabio?“, sprudelte es, einer Eingebung folgend, aus Massi heraus.

„In den kleinen Moppel, der mit fünfzehn mehr Pickel im Gesicht hatte als eine Kugel Stracciatellaeis Schokostreusel?“, fragte Bene erstaunt, der den jungen Mann lange nicht mehr gesehen hatte.

„Oh, er hat sich stark verändert. Wirste ja nachher sehen, Fabio ist einen Kopf größer als ich und mit einem Body gesegnet, um den sogar ich ihn beneide“, sprang der Halbitaliener seinem Bruder bei.

„Ooh jaaa, er ist ein richtiges Sahneschnittchen“, säuselte das Nacktgespenst und bekam gar nicht mit, dass seine Geistlichkeit verdächtig tropfte. Pünktlich um 16 Uhr klingelte es an der Haustür und kaum klopfte Fabio an Benedikts Zimmertür, huschte Fridolin schnell durch die Zimmerdecke, um sich zunächst vor ihm zu verstecken.

„Man Brüderchen, du siehst ja aus wie ein Packesel, willste verreisen?“

„Ne, aber ich habe mir gedacht, vielleicht willste dich ganz bei Bene einquartieren, deshalb habe ich deinen halben Hausstand in den Rucksack gequetscht!“, konterte Fabio grinsend, bevor er den Rucksack abstellte.

„Wir hätten dich echt gegen einen Hund tauschen sollen, als es noch ging!“, knatterte Massi zwinkernd und kriegte sich vor Lachen nicht mehr ein, weil Fridolin plötzlich direkt hinter Fabio schwebte und Grimassen schnitt, die selbst Benedikt vor Lachen die Tränen in die Augen trieben.

„Hey, was gibt’s da so blöde zu lahaaaaaaachen“, stöhnte Massis Bruder überrascht auf, als der Geist ihm den Prügel durch die Hosen massierte.

„Jetzt krieg dich mal wieder ein Süßer“, hauchte er Fabio ins Ohr und biss zärtlich hinein. Der war immer noch viel zu überrascht, um irgendwas sagen zu können. Erst als seine Hosen rutschten und seine Hosenpython befreit ihr Köpfchen zum Himmel streckte, fand er mit hochrotem Kopf die Sprache zurück.

 

„Boah Fridolin, musste das jetz’ sein?“

„Jaaaaaaaaaaa“, hauchte dieser, schwebte um ihn herum, schob ihm mit verliebtem Blick die Zunge in den Hals, zog Fabios Hosen wieder hoch und verpackte alles ordentlich.

„Daran musste dich gewöhnen Brüderchen, der is’ schwer verliebt in dich. Guck nur mal, wie sein Herz glüht!“

„Stimmt das, Fridolin? Aber du hast mir doch erzählt, dass du nichts mehr fühlen kannst“, fragte Fabio erstaunt und griff unbewusst nach der Hand des Geistes, die sich plötzlich ganz warm anfühlte.

„Ja das ist wahr. Ich bin zwar immer noch ein Geist, dennoch hast du es geschafft, in mir das Gefühl der Liebe neu zu wecken. Ich liebe dich Fabio Strichnini.“

„Ich liebe dich auch Flori, äh Fridolin“, gestand Fabio flüsternd, bevor sich ihre Gesichter einander näherten und ihre Lippen erneut miteinander verschmolzen.

„Bene habt ihr eigentlich Probleme mit seltsamen Erscheinungen wie Poltergeistern oder Ähnlichem?“, fragte Fridolin, nachdem sie ihre Lippen voneinander gelöst hatten. Vor lauter Aufregung hatte er komplett verdrängt, dass sein Praktikant, der ihn seit Heiligabend begleitete, seit der Neujahrsnacht spurlos verschwunden war. Er musste ihn unbedingt wiederfinden, wenn er seine Ausbilderlizenz behalten wollte. Es waren schon einige Nacktgespenster, die er in seiner kurzen Zeit als Ausbilder, erfolgreich durch die Prüfung gebracht hatte. Hatschi war einer davon. Auch wenn er ihn, als sie sich kennenlernten, ein wenig prollig fand, so erfüllte er den Geist jetzt doch mit Stolz. Denn der kleine Türkengeist ruhte sich anfangs ziemlich auf seinem guten Aussehen und seiner überdurchschnittlichen, beschnittenen Geistlichkeit aus, die er stolz stehend, vor sich hertrug. Bumsmuckl dagegen war einfach nur faul. Schon als er noch lebte, schob er sein Ding am liebsten in Ärsche rein und wartete auf ein Erdbeben. Jedenfalls vermittelte Felix, wie er hieß, bevor er von einer Dampfwalze überrollt wurde, Fridolin dieses Gefühl.

„Mir ist bisher nichts aufgefallen warum?“

„Hätte ja sein können. Weil das ist, nämlich so Bene. Ich hatte bis vor Kurzem einen tollpatschigen Praktikanten. Nacktgespenster, die noch keine Lizenz haben, dürfen nicht allein durch die Nacht schweben oder durch die Betten hübscher Jungs turnen. Jedenfalls ist Bumsmuckl, seit Neujahr verschwunden und wir waren bei dir in der Nähe, deshalb dachte ich ...“

„Meister Fridolin und sein Bumsmuckl“, scherzte Fabio noch, bevor vom Dachboden her verdächtige Geräusche zu hören waren, welche sowohl ihn als auch seinen Bruder Massi, und Benedikt erschrocken zusammenfahren ließen.

„Jetzt reicht’s“, zischte der Geist und fuhr durch die Decke, wo hinter ein paar alten Kartons ein weiteres Nacktgespenst verschlafen seinen Kopf hervorstreckte.

„Du kommst sofort zu mir, Bumsmuckl“, zischte Fridolin dem anderen Geist entgegen. Der schwebte mit hängendem Kopf auf ihn zu und versuchte gar nicht erst, sich rauszureden.

„Ist dir eigentlich klar, wie viel Ärger ich bekomme, wenn rauskommt, dass du fremdgeschwebt bist? Das kann mich meine Lizenz als Ausbilder kosten“, knatterte er erbost weiter. „Aber ich ...“, begann Bumsmuckl sich mit traurigem Blick zu verteidigen.

„Ab heute Nacht wirst du Hatschi begleiten und wehe mir kommen Klagen. Dann werde ich persönlich dafür sorgen, dass du künftig als Poltergeist, in ’nem Rentnerbunker für Taubstumme, malochst. Haben wir uns verstanden?“ Der junge Geist nickte stumm und fuhr gemeinsam mit Fridolin in Benes Zimmer, zurück.

„Darf ich vorstellen? Mein Praktikant!“, haute der Geist unvermittelt raus. Das andere Gespenst wusste jetzt nicht wirklich, wie es mit der Situation, sich drei hellwachen hübschen jungen Männern gegenüberzusehen, umgehen sollte. Deshalb sagte Bumsmuckl sein Sprüchlein auf, welches er sich in den vergangenen Nächten ausgedacht hatte.

„Bumsmuckl leckt ... Bumsmuckl versteckt ... und niiiieeemand was meckt“, krächzte er und spielte dabei an seiner Geistlichkeit rum, die gegenüber Fridolins Puller alles andere als imposant wirkte.

 

„Bei dem Winzling, glaub ich dir das aufs Wort“, gab Fabio schmunzelnd von sich und ließ zum Beweis seinen Gartenschlauch aus der Hose hängen.

„Boah, is’ der echt?“, entfuhr es Bumsmuckl mit hängender Zunge und schwebte näher an Fabio ran.

„Da biste platt wa?“, fragte der süße Adoptivbruder von Massimo und ließ sein Ding mit ein paar Wichsstrichen voll ausfahren. Dem Geist vielen fast die Augen aus dem Kopf und er schwebte noch dichter an die Männlichkeit heran.

„WEHE, WENN DU NASCHST“, bremste Fridolin den Vorwärtsdrang des Nacktgeistanwärters aus. „Der gehört allein mir“, setzte er fort und schwebte genau zwischen seinen Freund und Bumsmuckl.

„Ich dachte, die jungen Männer im Bezirk wären für alle da“, nuschelte der Geist und schwebte schweigend ans andere Ende des Zimmers.

„Was ’n mit dem auf einmal los?“, fragte Benedikt, dem Bumsmuckl ein wenig leidtat.

„Na ja ... er hat Mist gebaut, muss lernen dazu zu stehen und erkennen, wo unsere Grenzen sind. Was für euch die Karnevalszeit, ist für uns Halloween. Nur in dieser einen Nacht des Jahres dürfen wirs auch mit Jungs machen, die vergeben sind und als Praktikant, darf er nur ran, wenn ich, als sein Ausbilder, es ihm ausdrücklich erlaube. So sind unsere Gesetze“, erklärte der Geist.

„Das ist ziemlich hart findest du nicht auch?“, entgegnete Massimo, während er Bene zärtlich mit der Hand über die Wange strich.

„Nichts ist härter als ein Männerschwanz“, sinnierte Fridolin und umfasste den festen Stamm von Fabios Penis, der fröhlich, 25 cm hoch, im Raum stand.

„Den will ich heute Nacht in mir haben“, hauchte der Geist seinem Freund verliebt ins Ohr.

„Und wo bleib ich?“, nölte Bumsmuckl beleidigt.

„Nicht in dem Ton Freundchen ... sonst übergebe ich dich an Drillsergeant Schraubzwing“, knatterte Fridolin zurück. Der Drillsergeant, wie Schraubzwing in Nacktgespenstkreisen auch genannt wurde, galt als der schlimmste Schleifer der Geisterwelt. Gerüchte besagten, dass er die Geistlichkeit eines Anwärters, der nicht nach seiner Pfeife tanzen wollte, so dermaßen langgezogen habe, dass dieser seitdem fast 45 Zentimeter mit sich herumtrug. Nur allein den Namen dieses Geistes zu nennen, wirkte schon Furcht einflößend auf jeden Anwärter, dementsprechend kleinlaut wurde Bumsmuckl auch. Denn es reichte schon dessen Namen dreimal hintereinander auszusprechen, um ihn erscheinen zu lassen.

„B ... b ... bitte nicht Sch ... Sch ... Schraubzwing“, stammelte Bumsmuckl und biss sich auf die Lippe, weil er den Namen des Schleifers ebenfalls genannt hatte.

„Nennt den Namen dieses Geistes bitte jetzt nicht ebenfalls“, warnte Fridolin seine Freunde. „Er leitet ein Bootcamp für disziplinlose Geister, welches einen schlimmeren Ruf hat als in der Menschenwelt Guantanamo“, erklärte er weiter.

„Ein Bootcamp?“, hinterfragte Fabio mit großen Augen.

„Offiziell nennt sich diese Einrichtung BdgG ‚Bildungswerk der gesamten Geisterwelt’ und soll dazu dienen verwahrloste, streunende Gespenster zu schulen und in den ersten Spukmarkt zu vermitteln. In Wahrheit werden die Geister dort so lange gequält, bis sie sich unter ihrer bisherigen Qualifikation als Poltergeister verdingen.“

„Das klingt grausam, willste da wirklich landen Bumsmuckl?“, fragten Benedikt und Massimo den Geist, der komplett eingeschüchtert in der Ecke schwebte.

„Nein“, nuschelte dieser mit traurigem Blick.

„Komm doch mal her zu mir“, bat Fabio den Geist mit ruhiger Stimme. Bumsmuckl schwebte mit hängendem Kopf zu Fabio rüber, der ihn jetzt bei genauerem Hinsehen wiedererkannte.

„Du bist doch Felix aus meiner Parallelklasse gewesen, stimmt‘s?“ Es hatte sich im vergangenen Jahr, kurz vor den Sommerferien, wie ein Lauffeuer am Gymnasium herumgesprochen, dass der Schüler Felix Nagel auf einer Nachtbaustelle von einer Dampfwalze überrollt worden war. Über den genauen Hergang dieses tragischen Unglücks, kursierten die wildesten Gerüchte ... von Alkohol- bis Drogeneinfluss war alles dabei. Nur in einem Punkt waren sich alle einig, Felix war ins Straucheln geraten und gestürzt.

 

„Ja, der war ich“, nuschelte Bumsmuckl, dessen Zipfel leblos zwischen den Beinen baumelte.

„Wie ist der Unfall eigentlich damals genau passiert?“, hinterfragte Fridolin.

„Es ... es war kein Unfall. Ich wurde von einem Typen Mitte zwanzig geschubst, weil ich mich geweigert hab’ ihm einen zu blasen.“... Es herrschte plötzlich Grabesstille im Raum. Fridolin fühlte sich an den Abend erinnert wenige Tage, bevor er gewaltsam ums Leben gekommen war. Ein ihm unbekannter Kerl, der etwas über zwanzig war, sprach ihn unverblümt an, nachdem er das Vereinsgelände verlassen hatte. Er bot Florian 150 Euro, wenn er sich von ihm ficken ließe. Diese Situation wird der Geist wohl niemals vergessen. Besonders deshalb, weil der Mann, einen Duft verströmte, von einem Parfüm, das er selbst gerne benutzte. Jetzt erinnerte sich der Geist auch daran, dass er im Wald den Geruch von ‚One Million‘ in der Nase hatte, bevor er hinterrücks überwältigt wurde.

„Dieser Typ, dem du einen blasen solltest, kannst du dich daran erinnern, wonach der roch?“, fragte Fridolin nach einer Weile.

„One Million, warum?“

„Shit, der Typ, dem ich mein jetziges Dasein verdanke, benutzte das auch.“

„Das könnte jetzt Zufall sein, aber am Gymnasium haben wir einen neuen Referendar, der benutzt das auch ständig“, mischte sich Massimo jetzt in das Gespräch ein.

„Meinste diesen Tom Vogt? Die Sau zieht mich ständig beim Sport mit seinen Blicken aus und schielt mir auf die Kronjuwelen.“

„Genau den meine ich Brüderchen. Aber dir schielen doch alle zwischen die Beine“, antwortete Massi zwinkernd. Einen winzigen Moment herrschte Schweigen im Raum, dann wusste Fridolin, was zu tun ist.

„Massi, Fabio, wisst ihr zufällig, wo dieser Tom Vogt wohnt?“ Wenn dieser Vogt wirklich ihr Mörder war, musste er seine gerechte Strafe bekommen.

„Klar, er wohnt in der alten Pfarrei, am anderen Ende des Ortes“, antworteten die Brüder, wie aus der Pistole geschossen. ‚Das sind mir ein paar Zufälle zu viel’, dachte das Nacktgespenst und schmiedete sofort einen finsteren Plan, um Klarheit in die Sache zu bringen.

„Jungs seid ihr bereit, uns zu helfen festzustellen, ob Tom Vogt, Bumsmuckl und mich auf dem Gewissen hat?“, fragte Fridolin Minuten später entschlossen. Bene, Massi und Fabio blickten sich eine Weile nachdenklich an, dann waren sie sich einig.

„Klar helfen wir euch“, antwortete Fabio bestimmt, wobei Massi und Bene zustimmend nickten.

„Nur zur Sicherheit, habt ihr zufällig irgendwo ein Foto von diesem Typen?“, fragte Bumsmuckl nervös.

„Als er bei uns anfing, wurde er in der Schülerzeitung in einem kleinen Artikel mit Bild vorgestellt“, erinnerte sich Benedikt sprang vom Bett auf und suchte in seinem Schreibtisch nach der betreffenden Ausgabe.

„Hier ist es“, rief er nach einer Weile und schlug die Seite auf, wo der Referendar abgebildet war.

Fridolin und Bumsmuckl schwebten zu ihm rüber und glaubten ihren Augen nicht zu trauen.

„D ... d ... das ist er“, stotterte der Nacktgeistpraktikant und auch Fridolin erkannte auf dem Bild, jenen Typen, der ihm damals dieses unmoralische Angebot gemacht hatte.

„Fabio, Massi und Benedikt, ruht euch bitte ein wenig aus. Das wird eine lange Nacht. Dem, machen wir die Hölle so heiß, dass ihm die Lust aufs Arschficken für den Rest seines Lebens vergehen wird“, zischte der Geist erbost und huschte mit Bumsmuckl kurz darauf auf den Dachboden.

„Komm mal bitte zu mir rüber“, bat Fridolin den Praktikanten, der sich sofort wieder hinter einem Kartonstapel verkriechen wollte. Der Geist folgte der Bitte des Nacktgespenstes und hockte sich genau neben ihn.

„Bist du dir wirklich sicher, dass du ein Nacktgespenst werden willst?“ Bumsmuckl schaute Fridolin mit großen braunen Augen an und nickte verlegen. Er wusste genau, dass er diese zweite Chance ergreifen musste, wenn er nicht als Poltergeist oder bei der Geistermüllabfuhr enden wollte.

„Gut, nur dann solltest du aber auch begreifen, dass unser Geisterleben nicht nur aus Spaß besteht“, mahnte Fridolin mit erhobenem Zeigefinger. „Wir genießen so hohes Ansehen, weil wir uns eben nicht nur durch sämtliche Betten hübscher Jungs vögeln, sondern ihnen auch helfen, damit sie keine Dummheiten machen, wie zum Beispiel Selbstmord zu begehen.“ Dies war etwas, wovon Bumsmuckl offensichtlich nicht wusste und blickte seinen ‚Ausbilder’ doch ziemlich erstaunt an.

„Wird euch denn in der Geisterschule überhaupt nichts mehr beigebracht außer, wie man seine Geistlichkeit erregt hält, um damit in den Anus hübscher Junxx einzudringen?“ Erstaunt schüttelte Bumsmuckl mit dem Kopf. Jetzt wurde Fridolin auch klar, warum nicht mehr alle Nacktgespenstanwärter, die Prüfung bestanden und ihre Lizenz erhielten.

„Darüber reden wir morgen Nacht mal mit Hatschi. Dich bringen wir auf jeden Fall durch die Prüfung“, versprach er Bumsmuckl und nahm in freundschaftlich in den Arm.

 

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